Su1

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Verschiedene FPS in einem Video

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Verschiedene FPS in einem Video

    Hallo liebe Forummitglieder,
    ich habe eine sehr fachspezifische Frage, auf die ich keine so richtige Antwort finde. Erst einmal hier meine Geräte, um die es geht: Ich filme mit der Gopro Hero 7 black und der DJI Mavic 2 Pro.

    Bisher habe ich immer in 2,7k aufgenommen und beide Geräte auf 2,7k mit 60fps eingestellt, um ein flüssigen Bild zu bekommen. Im Schnittprogramm habe ich dies dann logischerweise auch auf 60fps eingestellt und auch als 60fps exportiert.

    Seit kurzem habe ich meinen PC so aufgerüstet, dass ich nun auch in der Lage bin 4k Material zu bearbeiten. Diese gibt die Gopro mit 4k und 60fps (HEVC codec) auch her. Die Bilder sind grandios, doch die Mavic schafft max. 30fps bei 4k Auflösung. Soweit zum Hintergrund.

    Also habe ich mit etwas mehr mit dem Thema der 180 Grad Regel befasst, die besagt, dass eine flüssige Bewegung im Film am besten bei der doppelten Belichtung zur Framerate wiedergegeben wird. Mit der Mavic 2 klappt das mit ND Filter super. Ich filme 4k bei 30 fps und 1/60 sec Belichtung. Die Wiedergabe ist flüssig und gut.

    Jetzt mein Problem bzw. etwas, was wo ich nicht weiß, wie ich es am besten lösen kann: Ich würde mit der Gopro weiterhin 4k 60fps aufnehmen, damit ich in der Weiterbearbeitung Spielraum für slomo habe, und das Bild bei schnellen Drehungen mit 60fps einfach flüssiger aussieht. Nun bin ich unsicher, wie ich am besten die Sequenz in der Bearbeitung einstellen soll. Am Ende wird aufgrund der geringen Framezahl der Mavic wahrscheinlich ein Video mit 30fps rauskommen. Wenn dann die Framezahl der gesamten Frequenz auf 30fps liegt, was macht das dann mit meinem 60fps Gopro Material? Hier habe ich ja auch die 180 Grad Shutterregel missachtet, weil ich eh genug Frames hatte. In der Ausgabe auf 30fps reduziert sich das Material ja auf 30fps; hier stockt das Goprovideo dann. Macht es Sinn, sich für die Gopro auch ND Filter zu kaufen und auf die Shutterregel zu achten?

    Insgesamt brauche ich hier mal eine Auflösung. Oder bin ich gedanklich auf einer falschen Schiene? Ich wäre euch um Antworten sehr verbunden.

    Grüße Timo

    #2
    Es wäre vielleicht ganz nützlich, auch mal etwas über das verwendete Schnittprogramm zu erfahren.

    Kommentar


      #3
      Zitat von blacktnt Beitrag anzeigen
      Wenn dann die Framezahl der gesamten Frequenz auf 30fps liegt, was macht das dann mit meinem 60fps Gopro Material? Hier habe ich ja auch die 180 Grad Shutterregel missachtet, weil ich eh genug Frames hatte. In der Ausgabe auf 30fps reduziert sich das Material ja auf 30fps; hier stockt das Goprovideo dann. Macht es Sinn, sich für die Gopro auch ND Filter zu kaufen und auf die Shutterregel zu achten?
      Die Frage ist, ob das überhaupt geht. Kannst Du denn die GoPro vollmanuell steuern? Sonst ist die ND-Filter-Verwendung mehr oder weniger Blindflug.

      Ich würde mal probieren, wie es aussieht, die 60p/2,7k aus der Mavic auf 4k hochzurechnen (also das 2,7k-Material in die 4k-Timeline zu ziehen).

      Bin ja auch eher ein Freund der hohen Frameraten bzw. flüssigen Bewegungsdarstellung (wohl wissend, dass es dazu sehr unterschiedliche Auffassungen gibt). Nach meiner Erfahrung ist im Zweifelsfall die hohe Framerate nützlicher als die hohe Auflösung. Zuschauer, die 4k wirklich ausschöpfen können (also so, dass man auch wirklich einen Unterschied zu HD sieht), sind in der absoluten Minderzahl. Dagegen von hoher Framerate profitiert man auf fast allen Wiedergabemedien – selbst auf kleinen Smartphones oder alten Röhrenfernsehern.

      Kommentar


        #4
        Ich nutze Premiere Pro für den Videoschnitt.

        Abgesehen davon, dass man mit hohen Frameraten besser arbeiten kann, geht es ja auch darum, einen gewissen Look einzufangen. Die 180 Grad Regel existiert ja nicht umsonst. Ich habe in den Einstellungen der Gopro die Möglichkeit Belichtung und ISO etc. einzustellen. Soweit ich weiß hat die Gopro nur eine Festblende von 2,8f

        Kommentar


          #5
          Zitat von blacktnt Beitrag anzeigen
          Die 180 Grad Regel existiert ja nicht umsonst.
          Wird aber auch oft missverstanden oder sogar an der falschen Stelle angewendet.
          Was eigentlich gemeint ist: Wenn man eine niedrige Wiedergabeframerate hat (alles bis 30 fps), sollte man für einen guten Kompromiss aus Schärfe und Bewegungsunschärfe sorgen, damit die Bewegungen weder abgehackt noch verwischt aussehen. Wenn in Originalgeschwindigkeit gedreht wird, ist das in etwa bei Belichtungszeiten um 1/50 Sekunde der Fall. Für Zeitlupen und Zeitraffer dann proportional größer oder kleiner – und das ist im Grunde die einzige Situation, wo die "Regel" überhaupt einen Nutzen hat.
          Statt 1/50 Sekunde kann es durchaus auch 1/40 oder 1/60 sein; den Unterschied sieht man nicht wirklich. Es gibt auch keinen vernünftigen Grund, warum man für 25 fps stur mit 1/50 Sekunde, aber für 30 fps stur mit 1/60 Sekunde drehen müsste. Da sollte man sich eher an anderen Aspekten orientieren (z. B. verhindert 1/50 Sekunde das Flackern von 50-Hz-Lichtern, auch wenn die Framerate 24 oder 30 beträgt).

          Dass das Thema bei 60 fps nicht mehr so brisant ist, hast Du ja schon selber gemerkt. Bei genauer Analyse sieht man schon noch etwas abgehackte Bewegungen, wenn die Belichtungszeiten sehr kurz werden, aber im Vergleich zu den niedrigen Frameraten fällt es schon viel weniger auf.
          Ideal aus technischer Sicht wäre eigentlich, wenn man noch höhere Wiedergabeframeraten hätte (z. B. 100 oder 120 fps) und dort dann nach "360°-Regel" belichten würde. Das hätte den Vorteil, dass die gesamte Zeit bildwirksam wird und es keine zeitlichen Lücken gibt; da hätte man z. B. keine "rückwärtsdrehenden" Räder mehr, und in Foto-Tutorials wäre jeder Blitz auch im Bild zu sehen (bei 180°-Shutter sieht man im Schnitt nur jeden zweiten Blitz, weil die Häfte der Blitze in die Dunkelphase fällt).

          Kommentar


            #6
            Vielen Dank für deine Ausführungen. Wie kann ich nun aber mit der Situation umgehen, dass ich mit der gopro gerne 60fps Filme aus den von dir genannten Gründen, aber die mavic 2 auf 4k nur 30fps schafft. (resp. Auch 50fps die GoPro und 25fps die mavic)

            Kommentar


              #7
              Zitat von blacktnt Beitrag anzeigen
              Vielen Dank für deine Ausführungen. Wie kann ich nun aber mit der Situation umgehen, dass ich mit der gopro gerne 60fps Filme aus den von dir genannten Gründen, aber die mavic 2 auf 4k nur 30fps schafft. (resp. Auch 50fps die GoPro und 25fps die mavic)
              Wie gesagt:
              Zitat von beiti Beitrag anzeigen
              Ich würde mal probieren, wie es aussieht, die 60p/2,7k aus der Mavic auf 4k hochzurechnen (also das 2,7k-Material in die 4k-Timeline zu ziehen).
              Wenn das gar kein befriedigendes Ergebnis bringt, könnte man auch versuchen, in 4k/30p zu drehen und mit Hilfe einer Effektsoftware oder Optical-Flow-Funktion daraus nachträglich 4k/60p zu machen (d. h. Zwischenbilder zu interpolieren).

              Apropos Effektsoftware: Man kann Bewegungsunschärfe nachträglich "reinrechnen" lassen, so dass es trotz kurzer Belichtungszeiten in 30p nicht so stroboskopartig wirkt.

              Oder einfach auf 4k verzichten und weiter in HD/60p produzieren. ;)

              Kommentar


                #8
                Danke für die Ergänzungen. Die Notlösung wäre für mich tatsächlich alles in 2,7k und 60fps zu drehen. Da kann ich ja auch auf die Shutterregel achten, um einen schönen Bildfluss zu generieren.

                Aber ich finde die Aufnahmen in 4k einfach so großartig, dass ich in Zukunft damit arbeiten möchte. Für Aufnahmen mit der Gopro spricht bei den vielen schnellen Bewegungen vieles für 60fps. Jetzt habe ich mir überlegt, ob ich in einer Timeline von 60pfs auch Luftaufnahmen von 30pfs einbauen kann. Was mir da aufgefallen ist, ist das schnelle Bewegungen mit der Drohne dann extrem "jitterig" aussehen. Ist auch iwie klar, denn das Programm muss sich ja 30 frames dazudenken.
                Gibt es hier eine "gute" Lösung? Gibt es ein Workaround in Premiere? Langsamer fliegen wäre meine erste Lösung. Immerhin soll die Drohne auch schöne Zwischensequenzen von der Landschaft produzieren. Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht.

                Kommentar


                  #9
                  Stell beim Export mal unter "Zeit-Interpolation" auf "Optischer Fluss".
                  Gruß

                  Hans-Jürgen
                  (Hier findet Ihr meine Videos)

                  Kommentar


                    #10
                    Mir ist gerade noch eine Idee gekommen. Angenommen ich habe eine Timeline mit 60fps und vielen Goprovideos mit ebenfalls 60fps - passt also! Wenn ich jetzt mein Drohnenvideo mit 30fps dort einstelle, würde das Programm im Normalfall ja doppelte Frames erstellen, um immer auf 60fps zu kommen. Also immer ein Originalbild und ein Fakeframe mit dem gleichen Bild. Dies führt dann zu einem "stuttereffect". Könnte ich nicht die 180 Shutterregel so auslegen, dass ich den 30fps Clip mit 1/120 Belichtungszeit filme und ich damit KEINEN stuttereffect habe?

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von blacktnt Beitrag anzeigen
                      Wenn ich jetzt mein Drohnenvideo mit 30fps dort einstelle, würde das Programm im Normalfall ja doppelte Frames erstellen, um immer auf 60fps zu kommen. Also immer ein Originalbild und ein Fakeframe mit dem gleichen Bild.
                      Das führt faktisch dazu, dass jedes Bild doppelt so lang steht. Also die Anmutung ist genau dieselbe, als würde derselbe Clip in einer 30p-Timeline liegen. Das "Stottern" fällt nur mehr auf, wenn man innerhalb weniger Sekunden den Direktvergleich mit 60p-Material aus der GoPro hat.

                      Könnte ich nicht die 180 Shutterregel so auslegen, dass ich den 30fps Clip mit 1/120 Belichtungszeit filme und ich damit KEINEN stuttereffect habe?
                      Nein, damit kommst Du vom Regen in die Traufe, also das Stottern wird schlimmer.

                      Probier doch einfach mal den Tipp von Hans-Jürgen aus!
                      Ich weiß leider nicht, wie gut die Optical-Flow-Funktion von Premiere ist. Da gibt es große Unterschiede, was die Anfälligkeit für Fehler/Artefakte in "kritischen" Szenen angeht. Andererseits sind typische Drohnenaufnahmen (z. B. Überflüge) für die Bewegungsanalyse relativ einfach zu handhaben, weil sich da alles nur in eine Richtung bewegt und es keine überlappenden Bewegungen und stehenden Hintergründe gibt. Also ich wäre erst mal zuversichtlich, dass da brauchbare Ergebnisse rauskommen.

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von beiti Beitrag anzeigen
                        Ich weiß leider nicht, wie gut die Optical-Flow-Funktion von Premiere ist.
                        Es ist wie in anderen Programmen auch, es gibt Aufnahmen, da ist das Ergebnis super und es gibt Aufnahmen, da bekommt man es einfach nicht hin.
                        Man muss es einfach ausprobieren.
                        Bei Drohnenaufnahmen hätte ich auch wenig bedenken, Probleme gibt es da eher bei schnell laufenden Tieren oder Menschen.
                        Da könnte z.B. ein Bein schon mal falsch montiert werden.
                        Zuletzt geändert von Hans-Jürgen; 14.10.2020, 14:46.
                        Gruß

                        Hans-Jürgen
                        (Hier findet Ihr meine Videos)

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo Leute,
                          vielen Dank noch mal für die echt konstruktive Diskussion. Ich habe jetzt mal spaßeshalber die Gopro auf 4k 30fps und 1/60 Belichtung gestellt und bin durch meinen Gartene gelaufen. Das Bild war sowas von enttäuschend (bei hin- und her Bewegungen schon stark am stottern) wahrscheinlich auf Grund von den schnellen Bewegungen und den wenig Frames. So sehr enttäuschend, dass ich bei der Gopro am liebsten bei 60fps bleibe.

                          Würde es Sinn machen mit der Gropro auf 50fps "runterzugehen" und bei der DJI auf 30fps, um zumindest eine Annäherung zu kreieren, oder verhunzte ich dann komplett das Video?

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von blacktnt Beitrag anzeigen
                            Würde es Sinn machen mit der Gropro auf 50fps "runterzugehen" und bei der DJI auf 30fps, um zumindest eine Annäherung zu kreieren, oder verhunzte ich dann komplett das Video?
                            Letzteres.

                            Kommentar

                            Sky1

                            Einklappen

                            Sky2

                            Einklappen
                            Lädt...
                            X