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Blende oder harter Schnitt?

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    #16
    Zitat von Bernd E. Beitrag anzeigen
    Von Oscar-verdächtigem Filmschnitt sind wir in diesem Thread zwar weit entfernt, aber weil es dennoch gerade irgendwie passt, ein Buchtipp zum Thema: "Ein Lidschlag, ein Schnitt" (oder als englisches Original "In the Blink of an Eye") von Walter Murch ist jedem zu empfehlen, der sich näher mit Filmmontage beschäftigen möchte. Von solchen Legenden ihres Fachs kann man immer etwas lernen, auch ohne selber Ambitionen auf Hollywood zu hegen.

    Hier der Klappentext des Buchs:
    "Ein Lidschlag, ein Schnitt" beginnt mit der grundlegenden Frage: Warum funktionieren Schnitte? Murch führt dem Leser anschaulich und unterhaltsam die ästhetischen und praktischen Probleme des Filmschnitts vor: Aus Erfahrung spricht er über Themen wie Kontinuität und Diskontinuität beim Schneiden; Traum und Wirklichkeit; Kriterien für einen guten Schnitt; den Lidschlag als emotionaler Schnitt; den digitalen Schnitt und vieles mehr. Mit einem Vorwort von Francis Ford Coppola.
    Bernd ich bin mal gespannt, was unser "Profi" dazu zu sagen hat!

    Gruß, Paul

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      #17
      Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
      Der Profi setzt auf Kamerabewegungen bei statischen Motiven ( denken Sie an Ihre Diaschau ). Diese Bewegungen sind Zoom, Schwenk, Fahrt.
      Vorausgesetzt, man hat das Händchen gekonnt Bewegung in die Bilder zu bringen -nicht nur banales hin und her Schwenken/Zoomen- haben die Einstellungsgrössen nichts mit einer Diaschau zu tun!

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        #18
        Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
        <br>Der Profi setzt auf Kamerabewegungen bei statischen Motiven ( denken Sie an Ihre Diaschau ). Diese Bewegungen sind Zoom, Schwenk, Fahrt.&nbsp;
        Vorausgesetzt, man hat das Händchen gekonnt Bewegung in die Bilder zu bringen -nicht nur banales hin und her Schwenken/Zoomen haben die Einstellungsgrössen nichts mit einer Diaschau zu tun!

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          #19
          Um den Faden noch einmal aufzugreifen:
          Zitat von Jack Beitrag anzeigen
          Tipp: wenn man unbedingt Zoomen will, dann nicht von der Totale zur Nahaufname, sondern umgekehrt. Weshalb? Nun, wenn ich von einer Nahen zurück in eine Totale Zoome erscheinen nach und nach neue Bilddetails, was beim Zoomen zum Telebereich nicht der Fall ist. Da sieht man schon vorher die ganze Szenerie und am Ende als Beispiel die Blumen in einer Nahen.
          Für einen Aufzug, also das Öffnen eines Zooms, bringen Sie ein gutes Argument. Warum erfolgt in unserm Beispiel ein einführender Zoom?

          Wo wollen wir hin? Offenbar zum Palácio da Pena. Die Blumen im Vordergrund sind ein netter 3D-Effekt. Den nehmen wir mit, aber da wollen wir gar nicht drauf hinaus. Der gute Schnitt beginnt mit der Filmaussage: Was wollen wir eigentlich mit unserm Video erzählen? Deshalb zoomen wir von der Totalen auf den Palácio da Pena in Großaufnahme. Das ist unser Thema. Da wollen wir hin.

          Warum aber dann die Blende? Ein Argument kam schon "zu große Ähnlichkeit, zu großer Kontrast" und dann noch das zweite.
          Schaue Dir mal aufmerksam einen Profifilm an und Du wirst feststellen, dass da praktisch nie, oder sehr selten gezoomt wird.
          Gezoomt wird vor allem aus inhaltlichen Gründen. Was ist unser Thema? Wo wollen wir hin? Wollen wir die schöne Landschaft vorstellen? Dann Aufzug. Wollen wir den Palácio zeigen? Dann Einführungszoom.

          Das zweite Argument für die Blende war das Kaschieren der fehlenden Pause am Ende des Zooms.

          Für Blenden haben wir insgesamt drei Argumente:
          1. zu große Ähnlichkeiten/Unterschiede überbrücken
          2. Fehler kaschieren
          3. elegante Bewegung fördern

          Zu 3.: Deshalb wird auch in Diaschaus gerne überblendet.

          Zur Musik: Die von Dir gewählte Musik ist viel zu "quirlig" und zudem "pflastert" sie das ganze Video zu! Ab und zu nur O-Ton wäre besser und eine etwas ruhigere Musik würde dem Video gut tun! Das Problem ist, dass viele Amateure mit der Wahl der passenden Musik leider so ihre Mühe haben.
          Mit der Musikwahl machen wir wieder eine neue Dose auf.

          https://youtu.be/hXzTJEPrpYU
          so, nun kannst Du ein bisschen in Dich gehen!
          Gruß, Paul

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            #20
            Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier vera....t werden sollen.
            so etwas kann man doch wirklich nicht mehr ernst nehmen.
            Gruß

            Hans-Jürgen
            (Hier findet Ihr meine Videos)

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              #21
              Als Einsteiger sollten wir uns von "Foren-Profis" nicht entmutigen lassen, die glauben, eh schon alles zu wissen, aber "natürlich" weder argumentieren, noch präsentieren. Bilden wir uns unser eigenes Urteil über Blenden, nehmen Tipps mit und lassen im Beispiel-Video auch die harten Schnitte nicht außer Acht.

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                #22
                Zitat von Hans-Jürgen Beitrag anzeigen
                Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir hier vera....t werden sollen.so etwas kann man doch wirklich nicht mehr ernst nehmen.
                Diese Ansicht teile ich vollständig.
                Wenn ein unbelehrbarer wichtigtuerischer Filmer beharrlich selbst gröbsten Unfug verbreitet und sich offenbar als Messias der stümperhaften Filmerei versteht, dann kann man dessen Geschwurbel getrost ignorieren.

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                  #23
                  Zitat von TomStg Beitrag anzeigen
                  Diese Ansicht teile ich vollständig.
                  Ich auch Tom und Hans-Jürgen! Der Typ ist absolut beratungsresistent, überheblich, und hat immer Recht! Sowas braucht kein Mensch, schade um die Zeit die man damit verplempert!

                  Gruß an Euch beide und einen schönen Sonntag noch!
                  Paul

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                    #24
                    Zitat von Jack Beitrag anzeigen
                    Bernd ich bin mal gespannt, was unser "Profi" dazu zu sagen hat!

                    Gruß, Paul
                    Warum hat auch Coppola in der Opening Sequence von Apocalypse Now auf Blenden gesetzt? Angefangen mit der Aufblende, gefolgt von der Blende zum ersten Schwenk... Hätte er nicht hart schneiden sollen? Der Schwenk beginnt ja nicht einmal mit einer Bewegung. Warum wählt er für diese Erinnerungen eine Blendenorgie statt Gedankenfetzen durch ein Stakkato an harten Schnitten zu zeigen? Warum bindet er relativ lange Szenen durch Blenden? Ist das Old School? Inwieweit ist das genau die richtige Anregung für ein Märchen über den Palácio da Pena?

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                      #25
                      Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
                      Warum hat auch Coppola in der Opening Sequence von Apocalypse Now auf Blenden gesetzt?
                      Auf-/Ab-/Schwarzblenden erzeugen eine ganz bestimmte Wirkung beim Zuschauer und haben damit in diesem Umfeld durchaus ihren Sinn, ebenso wie die oben von mir bereits als Beispiel angeführten weichen Blenden bzw. Überblendungen. Überleg dir, was Coppola ausdrücken will, und du wirst verstehen, warum er als Teil der Dramaturgie genau die Elemente verwendet, die er verwendet. Was an einer Stelle perfekt passt, würde an einer anderen den Erzählfluss stören.

                      Diese im fiktionalen, nicht im dokumentarischen Bereich überlegt eingesetzten Stilmittel sollte man jedoch deutlich gegenüber den 90er-Jahre-Wisch-Klapp-Effektübergängen abgrenzen, die du in diesem Thread propagierst. Die wirken meiner bescheidenen Meinung nach kitschig und taugen heute nur noch als Retro-Parodie.

                      Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
                      Inwieweit ist das genau die richtige Anregung für ein Märchen über den Palácio da Pena?
                      Wer einen Märchenfilm dreht, der kann und wird selbstverständlich andere Stilmittel einsetzen als bei deinem Urlaubsvideo vom Kurzbesuch mit Handkamera. Das sind zwei Paar Schuhe mit sehr unterschiedlichen Größen.

                      Aufgrund der vielen verschiedenen Filmgenres ist es immer sinnvoll, sich Inspirationen vor allem aus demselben Bereich zu holen, in dem man arbeitet. TV-Dokus, professionelle Reisereportagen und ähnliches zu analysieren, bringt dir mit Blick auf eigene Urlaubsfilme mehr Erkenntnisgewinn als auf Kino-Blockbuster mit ganz anderer Intention und Thematik zu schielen.

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                        #26
                        Zitat von Bernd E. Beitrag anzeigen
                        Auf-/Ab-/Schwarzblenden erzeugen eine ganz bestimmte Wirkung beim Zuschauer und haben damit in diesem Umfeld durchaus ihren Sinn, ebenso wie die oben von mir bereits als Beispiel angeführten weichen Blenden bzw. Überblendungen. Überleg dir, was Coppola ausdrücken will, und du wirst verstehen, warum er als Teil der Dramaturgie genau die Elemente verwendet, die er verwendet. Was an einer Stelle perfekt passt, würde an einer anderen den Erzählfluss stören.
                        Als Einsteiger, Bernd E., sollten wir vor allem die Möglichkeiten entdecken. Wir sollten den Mut haben, zu unserem eigenen Urteil zu stehen: Gefällt uns der Einstieg bei Coppola oder nicht? Wenn er uns gefällt: Warum sollten wir die Blenden am Powerdirector nicht auch einsetzen? Wenn uns klaus bellmann sagt und zeigt, warum er das gemacht hat, dann dürfen wir die Anregung kostenlos mitnehmen.

                        https://youtu.be/hXzTJEPrpYU

                        Diese im fiktionalen, nicht im dokumentarischen Bereich überlegt eingesetzten Stilmittel sollte man jedoch deutlich gegenüber den 90er-Jahre-Wisch-Klapp-Effektübergängen abgrenzen, die du in diesem Thread propagierst. Die wirken meiner bescheidenen Meinung nach kitschig und taugen heute nur noch als Retro-Parodie.
                        Es ist richtig, dass Blenden für Fernsehmacher der 50-er Jahre noch ein Riesenaufwand waren. Selbst in den 80-er Jahren hat man vorwiegend hart geschnitten. Wenn aber aktuelle Schnittprogramme Blenden anbieten, sollte man nach einer sinnvollen Einsatzmöglichkeit suchen. Wenn jetzt im Fernsehen zur Weltmeisterschaft Blenden in der Fußballübertragung genutzt werden, wie das auch im Beispiel-Video geschieht ( Man denke an die beiden weißen Balken im Palácio ), dann kann man dem Videomärchen in 3D die Aktualität nicht absprechen.

                        Wer einen Märchenfilm dreht, der kann und wird selbstverständlich andere Stilmittel einsetzen als bei deinem Urlaubsvideo vom Kurzbesuch mit Handkamera. Das sind zwei Paar Schuhe mit sehr unterschiedlichen Größen.
                        Wenn wir hier bei Videoaktiv als Einsteiger Tipps und Anregungen suchen, dann lassen wir uns doch nicht unsere Urlaubsfilme schlecht machen. Wir lieben Urlaubsfilme. Das ist schließlich unser Urlaub. Außerdem schauen wir Youtube, weil es da Urlaubsfilme gibt und nicht nur Kopfsalat mit talking heads, wo die Bilder nur als Ausrede dienen, den nächsten Typen reden zu lassen.

                        Aufgrund der vielen verschiedenen Filmgenres ist es immer sinnvoll, sich Inspirationen vor allem aus demselben Bereich zu holen, in dem man arbeitet. TV-Dokus, professionelle Reisereportagen und ähnliches zu analysieren, bringt dir mit Blick auf eigene Urlaubsfilme mehr Erkenntnisgewinn als auf Kino-Blockbuster mit ganz anderer Intention und Thematik zu schielen.
                        Als Einsteiger schauen wir als erstes Filme, schauen, was uns gefällt. Wir entdecken die Blenden im Powerdirector und wissen, dass mehr Blenden in Pinnacle Studio 21 nicht unbedingt mehr Qualität bedeuten. Wir wenden die Blenden sinnvoll an, wo ein harter Schnitt weniger elegant wirkt. Und wir greifen auch andere Meinungen und Sichtweisen positiv auf, lernen verschiedene Stile kennen und erweitern so peu à peu das Vokabular unserer Filmsprache. Schließlich gibt es auch in der Musik nicht nur punktiertes Stakkato oder gebundene Noten. Außer Klassik gibt es schließlich auch noch Jazz etc.

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                          #27
                          Könnte man den nicht sperren? Der labert nur noch starrsinnig daher!

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                            #28
                            Zitat von Jack Beitrag anzeigen
                            Könnte man den nicht sperren? Der labert nur noch starrsinnig daher!
                            Lieber Jack, wir wissen nicht, was Sie in Zürich treiben. Sie sind kein schlechter Fotograf, nicht wirklich schlecht. Aber Ihre Videokalender sind doch keine Filme. Also, mobben Sie ab.

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                              #29
                              Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
                              Lieber Jack, wir wissen nicht, was Sie in Zürich treiben. Sie sind kein schlechter Fotograf, nicht wirklich schlecht. Aber Ihre Videokalender sind doch keine Filme. Also, mobben Sie ab.
                              In Zürich? Oh, ich bin also ohne es zu merken nach Zürich gezogen! Ich bin kein Fotograf, sonder drehe hauptsächlich Filme!
                              Und nun würde ich an Ihrer Stelle endlich mal Ruhe geben, denn was sie da schreiben führt zu nichts!

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                                #30
                                Zitat von klaus bellmann Beitrag anzeigen
                                Wenn uns klaus bellmann sagt und zeigt, warum er das gemacht hat, dann dürfen wir die Anregung kostenlos mitnehmen.
                                Humor hat der Mann zumindest, auch wenn man befürchten muss, er meint das ernst. Es wäre schon viel gewonnen, wenn du nicht alles, was du mal irgendwo gehört hast, in einen Topf werfen und kräftig umrühren würdest, sondern die Dinge differenziert betrachten könntest. Wir reden hier von einem im Vorbeigehen gefilmten Urlaubsvideo (was natürlich nicht von vornherein schlecht sein muss) und nicht von einem Kinospielfilm, nicht von einem Märchenfilm, nicht von Sportübertragungen, nicht vom Fernsehen der 50er-Jahre, nicht von "Talking Heads" oder sonstwas, was mit dem Thema nichts zu tun hat und deshalb auch anders betrachtet werden muss.

                                Dann gibst du dich mal als Einsteiger, der von den bösen "Foren-Profis" niedergemacht wird, und im selben Atemzug als überheblicher Oberlehrer, der dem Rest der Welt mal zeigt, wie man den perfekten Film dreht und schneidet. Wenn dir das Ergebnis deiner Film- und Schnittarbeit so gefällt, dann ist das doch in Ordnung. Die Geschmäcker sind verschieden. Den Film aber großspurig als Vorbild und Lehrbeispiel zu präsentieren, ist weit jenseits aller Realität - um es höflich auszudrücken.

                                Also wenn du kein Redakteur einer Satirezeitschrift bist, der sich einen Heidenspaß daraus macht, uns hier zum Narren zu halten, bin ich aus diesem Thread raus. Gegen so viel Borniertheit, ob echt oder gespielt, ist selbst die bestgemeinte Hilfestellung machtlos.

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