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"Quelle: YouTube" - reicht das?

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  • Gordon
    antwortet
    ist echt ne schwierige Sache. Eig müssten die mal mindestens den Channel mit angeben

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  • hgxmod
    antwortet
    Hallo zusammen,

    und was ist hiermit?

    https://www.youtube.com/watch?v=qtoyUlYpsaU

    mfG. hgxmod

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  • Joachim Sauer
    antwortet
    Zum Thema einbetten haben wir ja bereits einen Rechtsratgeber gemacht: https://www.videoaktiv.de/praxistech...einbetten.html

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  • beiti
    antwortet
    Die Erlaubnis des iFramens steht meines Wissens auch in keinem Gesetz, sondern wurde nur von ein paar Richtern bisher so ausgelegt.
    Da wäre nach meiner Ansicht dringend eine gesetzliche Regelung nötig - wobei ich das iFramen, anders als das Verlinken, nicht generell gestatten würde. Da können den Urhebern ja durchaus erhebliche Einnahme-Ausfälle entstehen.
    YouTube mag die Ausnahme sein, weil YouTube den Code zum Einbetten allzu einfach zur Verfügung stellt - und soweit ich mich erinnere, kann man das Einbetten als Urheber auch deaktivieren. Da könnte man also argumentieren, dass der Urheber einverstanden ist, solange er es nicht deaktiviert.
    Zuletzt geändert von beiti; 28.11.2017, 14:53.

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  • hgxmod
    antwortet
    Hallo beiti,

    "dass während des gesamten geklauten Clips die Einblendung "Quelle: YouTube" aufrechterhalten wird. Man erkennt also durchaus, welcher Teil des Beitrags aus YouTube übernommen wurde."
    OK, dies ist bei mir so nicht rübergekommen, leider konnte ich mich auch nicht erinnern, tut mir leid. Dann sieht die Sache auch für mich schon wieder anders aus!

    Aber es stimmt, es ist keine (echte) Verlinkung, am nächsten käme es einem Iframe, aber auch das ist es ja nicht genau.
    Leider zählt der sogenannte gesunde Menschenverstand nicht. Es ist sozusagen eine Lücke, die der Gesetzgeber nicht geschlossen hat.

    Somit haben die "Rechtsverdreher" mal wieder eine Möglichkeit sich auszutoben. Rechtsanwälte bekommen ja immer "Ihr" Geld, auch wenn sie verlieren. Da es zu viele Rechtanwälte gibt, erfinden die auch ständig neue Möglichkeiten des abgreifen von Geldes(bestes Beispiel Abmahnungen im Internet, die ungerechtfertigt sind).

    mfG. hgxmod

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  • beiti
    antwortet
    Zitat von hgxmod Beitrag anzeigen
    "Quelle Youtube" dann wäre der ganze Film als Iframe z.B. auf der eigenen Webseite irgendwo eingefügt und erlaubt(da ist keine Eigenproduktion mit drin), laut EuGH.

    Wenn ich aber einen eigenen Film drehe und in diesen Film das Youtube Video reinschneide, kann keiner sehen wo das Youtube Video anfängt oder aufhört, es ist ja sozusagen im eigenen Film "versteckt".
    Vom Einbetten/iFramen war im Eingangspost nie die Rede. Es ging von Anfang an um Nachrichten im Fernsehen:
    Zitat von pragmatiker Beitrag anzeigen
    Im TV oft zu sehen: Ausschnitte aus YouTube Videos in redaktionellen Beiträgen - unten steht zu lesen: "Quelle: YouTube"
    Reicht diese Angabe, um Auszüge aus YouTube Videos in eigenen Beiträgen verwenden zu können?
    Nach meiner Erinnerung handhaben die Sender das so, dass während des gesamten geklauten Clips die Einblendung "Quelle: YouTube" aufrechterhalten wird. Man erkennt also durchaus, welcher Teil des Beitrags aus YouTube übernommen wurde.
    Eine Täuschung in dem Sinne, dass das Material als selbstgedreht hingestellt wird, liegt also nicht vor. Das ändert aber nichts daran, dass es ohne Genehmigung verwendet wird.

    Meine Einschätzung ist, dass diese Einblendung gar nicht zur Rechtfertigung der illegalen Verwendung gedacht ist (das funktioniert eh nicht), sondern eher journalistisch begründet ist. Man will klarstellen, dass das Material nicht aus einer Sender-eigenen (oder anderweitig verlässlichen) Quelle stammt, sondern von "irgendjemandem" hochgeladen und inhaltlich noch nicht verifiziert wurde.

    Meist geht es ja um Material aus Krisengebieten oder von Unglücksfällen, von denen kein "offizielles" Videomaterial verfügbar ist. Die Zuschauer wollen schnell was sehen. Da muss der Redakteur dann abwägen, ob er das Risiko einer Urheberrechtsverletzung eingeht oder zunächst eine langwierige Klärung der Rechte anstrebt; im letzteren Fall kommt er natürlich für die Tagesschau zu spät, und einen Tag später ist das Video schon wieder uninteressant...

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  • hgxmod
    antwortet
    Hallo beiti,

    wir reden irgendwie aneinander vorbei, "Quelle Youtube" dann wäre der ganze Film als Iframe z.B. auf der eigenen Webseite irgendwo eingefügt und erlaubt(da ist keine Eigenproduktion mit drin), laut EuGH.

    Wenn ich aber einen eigenen Film drehe und in diesen Film das Youtube Video reinschneide, kann keiner sehen wo das Youtube Video anfängt oder aufhört, es ist ja sozusagen im eigenen Film "versteckt".

    Der Hinweis "Quelle Youtube" ist eine Aussage die so nicht zutrifft. Woher soll der User denn wissen, was aus dem Film von Youtube verlinkt ist und was von Dir ist? "Quelle Youtube" macht glauben, als sei der ganze Film aus der selben Quelle.

    Lädst Du den ganzen Film z.B. auf Deinen Kanal hoch, schaffst Du ein neues Werk, Dein Werk, was aber nur zum Teil Dein Werk ist.
    Ist NUR das Youtube Video als Iframe eingebunden, also Solo, dann ist es erlaubt.

    Letzteres ist aber, richtig, was anderes.

    Die "Täuschung" besteht darin, wenn nicht erkennbar ist, was von Dir ist und was aus der Fremdquelle.

    mfG. hgxmod

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  • beiti
    antwortet
    Naja, Täuschung ist es ja auch nicht, wenn man (wie im Eingangspost gesagt) einblendet "Quelle: YouTube". Was es aber trotzdem nicht legal macht.

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  • hgxmod
    antwortet
    Hallo beiti,

    das liest sich u.U. auch so als ob ein Framing gemeint sei, sorry einen eigenen Film drehen und in diesen Film das Youtube Video einbauen ist natürlich was anderes. Das wäre geistiger Diebstahl, weil hier ja eine echte Täuschungsabsicht besteht, als ob man den Film so selbst gedreht hätte.

    mfG. hgxmod

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  • beiti
    antwortet
    Ums Einbetten geht es hier aber nicht, sondern ums ungefragte Verwenden fremder YouTube-Videos in eigenen Filmen. Und das ist ganz sicher nicht legal.

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  • hgxmod
    antwortet
    Hallo zusammen,

    "Laut Bundesgerichtshof sind Links nicht nur eine "technische Unterstützungsleistung", sondern können vom Autor auch als "Belege und ergänzende Angaben eingebettet werden". Damit unterliegen die Links dem Schutz durch die Meinungs- und Pressefreiheit. Überwiegt das Informationsinteresse, dann können solche Links auch zu rechtswidrigen Inhalten führen."

    "2EuGH: Einbetten von Youtube-Videos stellt keine Urheberrechtsverletzung dar

    Dasselbe gilt praktisch für alle urheberrechtlich geschützten Inhalte im Netz, die öffentlich zugänglich gemacht wurden und mittels Framing eingebettet werden. Dabei spielt es laut EuGH offenbar auch keine Rolle, ob sie mit oder ohne Zustimmung des Urhebers ins Netz gelangt sind."

    "Der Europäische Gerichtshof hat in einem Grundsatzurteil vom 21. Oktober entschieden, dass das Einbetten auf anderen Internetseiten öffentlich zugänglicher geschützter Inhalte in die eigene Website mittels des sogenannten Framing keinen Urheberrechtsverstoß darstellt (Az. C-348/13). Der Bundesgerichtshof hatte die Frage dem EuGH in Luxemburg im Mai 2013 zur Vorabentscheidung vorgelegt (Az. I ZR 46/12)."

    Bin kein Anwalt, habe nur mal kurz gegoogelt! Dürfte aber doch klar sein, EuGh ist die letzte Instanz und sollte somit auch für Deutschland gelten.

    mfG. hgxmod

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  • Trossday
    antwortet
    Das reicht nach wie vor nicht aus. Da hat sich nichts geändert :D

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  • pragmatiker
    antwortet
    Google-Suche und tatsächlich was dazu gefunden!

    https://www.youtube.com/watch?v=W7IXfBUGsrQ

    Dieser Anwalt vertritt gleich am Anfang die Auffassung, dass "Quelle: YouTube" nicht ausreicht! Allerdings kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen, dass sämtliche große TV-Anstalten Tag für Tag wissentlich Urheberrechtsverletzungen begehen. Die haben ja schließlich auch Ihre Rechtsabteilungen ...

    Und dieses Statement ist von 2013 - möglicherweise hat sich ja seither auch was getan in dieser Hinsicht.

    ... das Thema ist noch lange nicht geschlossen
    Zuletzt geändert von pragmatiker; 16.11.2017, 14:26.

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  • beiti
    antwortet
    Direkt bei YouTube anzufragen, ob es eine Vereinbarung mit den Fernsehsendern gibt bzw. wie Youtube diese Verwendung sieht, wäre interessant. Allerdings stelle ich mir das langwierig vor.

    Aber man könnte auch bei einem zuständigen Nachrichtenredakteur nachfragen, auf welcher Rechtsgrundlage die Verwendung der YouTube-Videos erfolgt. Der müsste das ja eigentlich wissen.

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  • Bernd E.
    antwortet
    Dass man Youtube das Recht einräumt, die Aufnahmen in Form einer Unterlizenzierung weiterzuverwerten, ist die eine Sache. Ich finde in den Nutzungsbedingungen aber keinen Passus, dass das ohne Nennung des Autors oder wenigstens seines YT-Namens geschehen darf. Footage- und Bildagenturen, die vom Nutzer keine Namensnennung verlangen, weisen dagegen ausdrücklich auch schon den Bildurheber darauf hin. Eine Veröffentlichung ohne Urhebernachweis bedeutet in Deutschland ansonsten üblicherweise doppeltes Honorar für den Autor.

    Auf die Stellungnahme eines Medienanwalts bin ich auch schon gespannt, danke für diese Initiative! Vielleicht könnte man bei der Gelegenheit neben Youtube auch Facebook und Twitter einbeziehen, denn auch dort werden Videos hochgeladen, die vor allem für die tagesaktuelle Berichterstattung interessant sein können. Auffallend dabei: Redaktionen aus den USA kontaktieren die Urheber dort recht oft mit der Bitte um eine Nutzungserlaubnis für die Aufnahmen. Ein reiner Selbstbedienungsladen scheint beispielsweise Twitter also nicht zu sein, denn wer fragt schon zeitaufwendig nach, wenn er es gar nicht müsste?

    Zitat von pragmatiker Beitrag anzeigen
    Lest Euch mal die YouTube Nutzungsbedingungen, Punkt 10 und 11 durch. Dort geht es offensichtlich um dieses Thema.
    Punkt 11 betrifft meines Erachtens nur die Bestandteile, die Youtube selber beisteuert, und nichts, was von Nutzern hochgeladen oder geschrieben wird.

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