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VA-News - EU-Urheberrechtsreform: Panoramafreiheit in Gefahr

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    VA-News - EU-Urheberrechtsreform: Panoramafreiheit in Gefahr

    In Paris vor dem Eifelturm, in Rom beim Coloseum oder in Berlin mit dem Hintergrund des Brandenburger Tors – wer unterwegs ist macht gerne Selfies und zeigt wo er ist. Das könnte künftig Probleme bereiten.



    #2
    Abgesehen das schon ein User darauf verwiesen hat:
    (leider kann ich hier nix verlinken) ist meines Erachtens das Hauptproblem eher Facebook und YouTube indem die sich das recht an den Bildern und Videos "ergaunern" - andernfalls wäre es für den privaten Nutzer der Bilder kein Thema und für gewerbliche Fotografen ist wichtig wie alt z.B. ein Gebäude ist. Bei er Verhüllung des Reichstages vor 10 Jahren durfte jeder Fotos machen - aber diese nicht vermarkten. Ähnlich ist es mit de illuminierten Eiffelturm - der gerwerbsmäßige Fotograf sollte das nicht als Hintergrund für das Shooting nehmen
    man lernt nie aus...:good:

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      #3
      Zitat von VIDEOAKTIV Beitrag anzeigen
      Was man einfach so mit den Augen sehen kann ist erlaubt – benötigt man eine Leiter oder verwendet man ein Stativ wird’s schwieriger.
      Ob man vom Stativ oder aus freier Hand aufnimmt, macht unter dem Aspekt der Panoramafreiheit keinen Unterschied. Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich nicht um ein Hochstativ, mit dessen Hilfe die Kamera über Mauern oder Hecken hinwegschauen kann. Das überschreitet dann doch den von der Panoramafreiheit gedeckten Blick von einem öffentlichen Ort aus.

      Zitat von wabu Beitrag anzeigen
      Bei er Verhüllung des Reichstages vor 10 Jahren durfte jeder Fotos machen - aber diese nicht vermarkten.
      Das lag daran, dass es sich hier rechtlich gesehen nicht mehr um ein Gebäude, sondern um ein Kunstprojekt handelte, das nur für eine gewisse Zeit aufgebaut war. Die Panoramafreiheit aber gilt nur für dauerhaft an einem Ort befindliche Objekte.

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        #4
        Im Artikel ist davon die Rede, dass man den Eigentümer eines Gebäudes um Erlaubnis fragen müsste. In dem EU-Vorschlag ist jedoch vom Urheber oder dessen Bevollmächtigten die Rede. Und das ist ja dann z.B. der Architekt des Gebäudes. Eigentümer zu fragen, wäre ja vergleichsweise einfach, Urheber muss man erst einmal ermitteln und kontaktieren.
        Genauso hieß es gestern in einem RTL-Bericht zu dem Thema, es käme darauf an, ob die Gebäude nur Beiwerk wären. Meines Wissens gibt es diesen Begriff nur im Bereich des Rechts am eigenen Bild von Personen.
        Zum Beispiel bei Marken und Design spielt es keine Rolle, ob z.B. Gegenstände nur Beiwerk sind. Sobald sie erkennbar im Bild sind, greifen die Rechte. Mit diesem Problem haben Stockfotografen regelmäßig zu tun.

        Für mich ist jedoch Fakt, dass der Wegfall der Panoramafreiheit unsere Kultur nachhaltig schädigt. Nicht nur die sozialen Netzwerke wären betroffen, sondern YouTube und damit auch die Amateurfilmer. Viele von uns versuchen sich an aufwändigen Dokus fast ohne Budget. Und die werbefinanzierten Videoplattformen sind da facto der einzige Weg, diese Werke einem größeren Publikum zu zeigen. Einen eigenen Server könnte man sich zwar auch mieten, sofern man es sich leisten kann. Doch dann ist die Frage, wie die Öffentlichkeit von dem Film Kenntnis erlangen soll.

        Auch kleine Produktionsfirmen von Bild und Video werden existenziell bedroht, da sie es sich - im Gegensatz zu Medienkonzernen - nicht leisten können, Rechtsabteilungen zu bezahlen oder Abmahnungen nebst Schadenersatz zu bezahlen.
        Eine weitere Medienkonzentration auf die Großkonzerne wäre die Folge, während ein großer Teil der oft lokalen aber vor allem unabhängigen Berichterstattung komplett wegbrechen könnte.

        Ich befürchte, dass die Vorschläge genau so in Gesetze umgewandelt werden, da die Allgemeinheit zu sehr mit Griechenland und dem Euro beschäftigt ist.

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          #5
          Zitat von Bernd E. Beitrag anzeigen
          Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich nicht um ein Hochstativ, mit dessen Hilfe die Kamera über Mauern oder Hecken hinwegschauen kann.
          Deshalb schreibe ich ja "wird´s schwierig" - und die genaue Definition liefere ich im verlinkten Rechtsratgeber.

          Zitat von einsiedler Beitrag anzeigen
          Im Artikel ist davon die Rede, dass man den Eigentümer eines Gebäudes um Erlaubnis fragen müsste. In dem EU-Vorschlag ist jedoch vom Urheber oder dessen Bevollmächtigten die Rede. Und das ist ja dann z.B. der Architekt des Gebäudes. Eigentümer zu fragen, wäre ja vergleichsweise einfach, Urheber muss man erst einmal ermitteln und kontaktieren.
          Keine Frage, die Gemengelage ist unüberschaubar - tatsächlich ist es so, dass meist auch der Eigentümer ein mitspracherecht hat - auch dazu gibt es schon einen Rechtsratgeber. Tatsache ist, dass die gewerbliche Nutzung nicht zwingend heißt, dass man damit Geld verdient. Auch für VIDEOAKTIV wäre es unter diesen Bedingungen schwer wöchentlich ein Video zu produzieren, denn die erstelle ich meist als One-Man-Show - mich hier noch um Urheberrechte zu kümmern ist utopisch.
          Und selbst wenn es davon abhängig wäre wie alt das Gebäude ist - wie soll man so etwas zuverlässig ermitteln. Das filmen im öffentlichen Raum ist derzeit schon eine Gradwanderung - und wird künftig dazu führen, dass es noch Rechtsunsicherer wird. Nur Anwälte profitieren von so einer Regelung - und die sind auf so eine Rechtslage auch nicht scharf.
          Zuletzt geändert von Joachim Sauer; 30.06.2015, 12:45.
          Viele Grüße
          Joachim Sauer

          Wir freuen uns, wenn Ihr unser Portal videoaktiv.de besucht und natürlich unseren YouTube-Kanal mit jeder Woche interessanten Videos abonniert.

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            #6
            Zitat von Joachim Sauer Beitrag anzeigen
            Nur Anwälte profitieren von so einer Regelung - und die sind auf so eine Rechtslage auch nicht scharf.
            Ich fürchte, das muß man relativieren. Eine bestimmte Art von Anwälten ist genau auf so eine Rechtslage sogar besonders scharf!
            Abmahnwellen bezügl. der Film-und Musikbranche belegen dies leider.

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              #7
              Der drohende Verlust der Panoramafreiheit in vielen Staaten Europas scheint vorerst abgewendet, denn nach Informationen der dpa haben sich die großen Fraktionen im EU-Parlament darauf verständigt, am 9. Juli gegen eine entsprechende Gesetzesänderung zu stimmen.

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                #8
                Panoramafreiheit gibt es in Europa auch schon jetzt nicht überall: http://www.rp-online.de/digitales/in...-aid-1.5193523

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                  #9
                  Es kam heute wie erwartet und alles bleibt einstweilen wie gehabt: Das EU-Parlament hat sich mehrheitlich gegen eine Abschaffung der Panoramafreiheit ausgesprochen. Diese Entscheidung dürfte auch wegweisend für die EU-Kommission sein, die im Herbst ihren Vorschlag zur Reform des Urheberrechts in Europa vorlegen wird.

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