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VA-News - Leserproduktion: Report zum Spielfilm „geschenkt“

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    VA-News - Leserproduktion: Report zum Spielfilm „geschenkt“

    Mit wenig Mitteln und einer ganz neu geformten Mannschaft, hat ein Team aus Schleswig-Holstein ein mehr als respektables Werk geschaffen. Dabei war nicht nur viel Engagement sondern auch ein gewisser finanzieller Spielraum wichtig.



    #2
    Gut gemacht - und man kann nur hoffen, dass sich möglichst viele Menschen diesen Film ansehen.

    Die Story an sich ist ja schon lange bekannt, denn mit dieser Masche wird tatsächlich seit einigen Jahren mehr oder weniger erfolgreich eingebrochen, aber dass das jetzt mal in einem Film verarbeitet wurde, hilft wahrscheinlich weiteren potentiellen Opfern, derartige "Überraschungen" zu vermeiden.

    Die Nachtszenen sind gut beleuchtet (zumindest für mein Amateur-Empfinden), bei ca. 3 Minuten bis 3:30 ist ein Schnittfehler und an einigen Stellen passt die nachträgliche Vertonung der Akteuere nicht - ansonsten gefällt's mir. Wer einmal so etwas selbst gemacht hat, der weiss wieviel Arbeit dahinter steckt.

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      #3
      Mir fiel noch folgendes auf:

      4:46 Ausstieg aus dem Auto. Höre ich da Kies unter den Füßen knirschen, obwohl das Bild an der Bushaltestelle eine geteerte Fläche zeigt?

      5:14 Die Kleidung der Frau (Stirnband) ist gegenüber den vorherigen Szenen anders. Nennt man das einen Anschlussfehler?

      6:10 Der Termin mit dem Polizeibeamten wird auf Morgen festgelegt (Morgen bin ich zu Hause). Vorher wird bei 5:47 dieses Ergebnis schon vorweggenommen (Bin gespannt, wie das Morgen ausgeht).

      8:06 War der grammatikalisch falsche Satz Absicht?

      Nicht, dass ich falsch verstanden werde, mir hat der Film sehr gut gefallen, aber ich möchte aus solchen Beiträgen etwas lernen und dann sieht man halt etwas genauer hin. Den dazu gehörigen Artikel in VA 4/2015 fand ich ebenfalls sehr informativ.

      Ich hoffe sehr, man sieht und hört von dieser engagierten Truppe bald wieder etwas.
      Freundliche Grüße aus Augsburg

      Günter

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        #4
        Sorry, aber ich kann hier in die Lobhudelei nicht einstimmen. Mal abgesehen von den schon angesprochenen Fehlern (wozu auch noch bei 3:xx die Milch kommt, die zweimal vom Tisch geräumt wird) fehlt bis Hollywood doch noch so einiges.

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          #5
          Du weisst schon, dass es bei diesem Film nicht um den Anspruch einer Hollywoodproduktion geht ... vielmehr haben sich hier engagierte Amateure und pensionierte "Profis" zum Zeitvertreib getroffen und offensichtlich nicht mit dem Gedanken, einen Filmpreis zu gewinnen ... und ich glaube, das wissen sie auch.

          Aber eventuell hast Du ja Lust, uns mit einem Deiner Werke zu beglücken - ich bin mir sicher, das wir alle hier dann ganz viel von Dir lernen können.

          Übrigens: Der Fehler mit der Milch kommt auch nicht dazu, sondern es ist der Schnittfehler den ich oben schon angezeigt habe.

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            #6
            Es wird wohl (kaum) ein Leser denken, dass "hollywoodreif" wörtlich gemeint war. Aber wenn es sich bei dem Film um "engagierte Amateure" (von amare = lieben; also Menschen, die einer Liebhaberei - neudeutsch Hobby - nachgehen) und "pensionierte "Profis"" handelt, dann erwarte ich persönlich schon einen durchdachten Film. Zumal mehrere Personen ja auch mehrere Ideen/Kritiken einbringen können. Immerhin wird im VAD-Artikel ja ausführlich betont, wie aufwändig solche Dreharbeiten sind.

            Gehen wir den Film mal in Kürze durch:

            Er beginnt mit dem Anschleichen. Der erste Take ist für meinen Geschmack etwas zu kurz. Die Gesamtszenerie etwas zu lang, vor allem das Anschleichen. Die Ausleuchtung hätte mit "indirektem Mondlicht" besser sein können (mir gefallen da die Nachtszenen in den Barnaby recht gut: es ist Nacht, aber dennoch gibt es durch nicht sichtbare Lichtquellen noch genügend Licht, um die gesamte Szenerie zu erkennen). Im Großen und Ganzen ist dieser Filmteil in Ordnung.

            Aber jetzt: der nächste Morgen. Angedeutet durch eine Aufnahme der tiefstehenden Sonne und des Hauses. Die Landschaftsaufnahme kommt mir zu abrupt. Eine Überblendung hätte mir besser gefallen. Ich persönlich hätte einfach über schwarz auf die Küche überblendet. Das hätte eine zeitliche und räumliche Veränderung angedeutet.
            In dieser Szene geht es, so wie ich es verstanden habe, um einen Jungen, der zeitlich knapp dran ist und schnell ohne richtiges Frühstück weg muss. Wohin? Zur Schule? Zur Arbeit? Leider gibt das äußerst karge Gespräch darüber keine Auskunft. Es wäre ein Leichtes gewesen, durch einen passenden Dialog darüber zu infomieren.
            Die Küche ist nahezu klinisch rein. Mutter spült gerade drei Gläser. ??? Es ist Morgen, es ist Frühstückszeit! Da sollten auf dem Tisch Brot, Brötchen, Butter, Marmelade, Tassen und Teller stehen. Stattdessen nur eine Tasse und eine Tüte Milch und ein Blumenstrauß. Die Aufforderung der Mutter, den Tee zu trinken, kommt viel zu spät. Als sie sich umdreht und ihrem Sohn dies zuruft, hört man nichts. Hat der Junge jetzt Tee getrunken oder Milch? Vermutlich Tee mit Milch. Das doppelte Wegräumen der Milch und Hervortreten aus der Tür habe ich ja schon erwähnt.

            Die Entdeckung des Diebstahls ist OK. Allerdings hätte ich mir von "erlerntem Schauspiel", wie es im Artikel heißt, hier wie im ganzen Film doch etwas mehr erwartet.

            Abfahren und Fahrt zur Bushaltestelle sind auch OK. Die Ausleuchtung der Personen beim "Gespräch" im Auto hätte besser sein können. Das Vorfahren vor der Bushaltestelle ist etwas zu lang.

            Warum die Mutter jetzt erst zum Stall fährt, statt endlich die Polizei zu informieren, hätte durch das Gespräch im Auto vorbereitet werden können ("Ich versorge jetzt erst unser Pferd und informiere dann sofort die Polizei").
            Es wird für meinen Geschmack eh zu wenig in dem Film geredet. Immer nur einzelne Sätze wirkt für mich zu laienhaft.

            Der Dialog im Stall ist auch etwas hölzern und, wie von anderer Seite schon angesprochen, passt in der Zeitaussage nicht ("bin mal gespannt, wie das morgen ausgeht", wieso morgen?)

            Die Szene mit der Schärfeverlagerung vom Zaun zur Blume ist nichtssagend und überflüssig. Ebenso die Szene mit dem Windrad am Abend.

            Die Rückkehr der Diebe hätte spannender gestaltet werden können. Statt zu zeigen, wie sie die Fahrräder abstellen und dann auch noch den Brief darauf legen, hätte man nur die Ankunft und das Eindringen in den Schuppen zeigen sollen. Dann wäre der Zuschauer im Unklaren darüber gelassen worden, ob noch Weiteres gestohlen wurde.

            Auch der Frühstückstisch am nächsten Morgen ist äußerst spärlich gedeckt. Die Leute werden sich doch wohl etwas zu Essen leisten können, immerhin besitzen sie ja sogar ein Pferd.

            Und dann kommt der ultimative Gag des ganzen Films, obwohl ich glaube, dass es gar nicht als Gag gemeint war, sondern schlicht nicht beachtet wurde (sonst wäre es ja besser lesbar gewesen): Neben der Tür, aus der nun der Junge tritt, prangt an der Hauswand das Schild "Achtung, pflichtbewusster Boxer". Na ja, in den zwei Nächten zuvor war von Pflichtbewusstsein aber nichts zu merken!
            Der letzte Satz auf dem Brief wird falsch vorgelesen. Es steht dort "....helfen kann", vorgelesen wird "... helfen können".

            Der Übergang zum Theaterbesuch hätte besser auch wieder über Schwarzblende erfolgen sollen, statt abrupt ein Naturbild einzublenden, das für mich völlig nichtssagend ist.

            Abfahrt mit Auspuff und Rädern in Großaufnahme passt eher zu einem Rennen als zu einer gemütlichen Abfahrt. Das war bei der Fahrt zur Bushaltestelle besser gelöst. Auf der Fahrt zum Theater dann wieder (nach der kurzen Bemerkung der Mutter) ein überflüssiger und viel zu langer Naturclip, bei dem eh kaum etwas zu erkennen ist. Einfahrt auf den Parkplatz hätte da voll genügt (allerdings nicht so lang und in mehrere Einstellungen aufgeteilt).

            Und nach dem Theater wieder Windräder. Wozu? Und vor der Rückfahrt wieder unscharfe Landschaft. Wozu?
            Und wieder ein nur mäßiger Dialog im Auto. Warum nicht ein Wort dazu, wie es gefallen hat? Warum kein Gespräch?

            Und den Schlussgag hätte ich kürzer gehalten. Nicht schon bei der Anfahrt aufs Haus " ist da die Tür auf". Damit wird die Spannung und der Gag verwässert.
            Stattdessen: beide kommen fröhlich von Theater ins dunkle Haus, machen das Licht an - und das Haus ist ausgeräumt.

            Das waren jetzt auf die Schnelle so einige Punkte, die mir spontan einfielen.
            Zu nachträglichen Synchronisation: Warum? Laut Artikel hat man doch ein Sennheiser MKE 400 Richtmikrofon. Damit kann man doch, vor allem in den Naheinstellungen, den Ton angeln. Ich kenne das Mikro zwar nicht, aber es soll doch angeblich sehr gut sein. Außerdem hat man zwei Samson air line Funksysteme. Auch damit müsste sich der Ton doch gut abgreifen lassen können.

            Resumee:
            Szeneneinrichtung z. T. (insb. Küche) verbesserungswürdig
            Schnitte und Übergänge z. T. verbesserungswürdig
            Ausleuchtung z. T. verbesserungswürdig
            Ton z. T. verbesserungswürdig
            Idee der Geschichte sehr gut.

            Ich will hier keinem zu nahe treten, aber wenn man sein Werk der Öffentlichkeit vorstellt, sollte man auch bereit sein, kritische Anmerkungen anzuhören.
            Zuletzt geändert von K.-D. Schmidt; 17.05.2015, 19:17.

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              #7
              Siehst Du, das ist eine wirklich gute Antwort ... um Längen konstruktiver als Dein Beitrag davor.

              Danke - ich habe mir prompt den Film nocheinmal angesehen und ganz bewusst Deine Kritikpunkte beachtet - 100 % ok.

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                #8
                Hier noch einige Punkte, die den Film auch nicht besser machen:

                Das Wort "Zange" (kaum zu verstehen) beim Einbruch kommt erst nach dem Knacken des Schlosses. Es war aber wohl als Aufforderung an den Kumpel gedacht, ihm die Zange zu reichen, damit er das Schloss knacken kann.

                Was sollen uns die Lauf- und Knirschgeräusche beim Zwischenbild "Morgenstimmung" andeuten? Vogelgezwitscher wäre hier wohl eher angebracht.

                Das Haus anschließend (und auch in weiteren Abschnitten des Films) ist aus einer ganz schlechten Perspektive aufgenommen, einfach nur von vorne. Das Bild wirkt platt, ohne Tiefe, ohne Vordergrund (ebenso später der Reitstall).

                Ein klarer Fehler: Die Haustür, aus der die Personen treten, ist nicht die Tür des gezeigten Hauses. Denn das Haus hat neben der Haustür noch ein Lichtelement. Wenn die Personen das Haus verlassen, handelt es sich jedoch nur um eine schlichte Tür.

                Das Telefonat mit der Polizei: Die Mutter nennt nicht mal Namen und Adresse, aber die Polizei kennt das Haus (na ja, vielleicht hat der Dorfsheriff die Mutter an der Stimme erkannt).
                Was war eigentlich am nächsten Tag? Wurde die Polizei wieder "ausgeladen", weil die Fahrräder wieder zurückgebracht wurden? Ich frage mich allerdings, warum dann die Polizei die Mutter nicht gewarnt hat, dass dies ein Trick sein könnte. Eigentlich müssten die es doch wissen (aber vielleicht war es ja auch ihr erster Fall).

                Die Theaterkarten werden zu gekünstelt auf den Tisch gelegt. Denn sie werden noch kurz gedreht, damit man sie auch ja gut lesen kann. Überflüssig: auch leicht gedrehte Karten hätte man lesen können.

                Wenn ich mir den Film noch häufiger ansehe, fällt mir bestimmt noch mehr auf. Aber ich lasse es jetzt gut sein.

                ...und offensichtlich nicht mit dem Gedanken, einen Filmpreis zu gewinnen ...
                Das glaube ich jetzt nicht. Laut Artikel in VAD wurde der Film auf diversen Filmfestivals eingereicht. Von einem Preis ist allerdings nicht die Rede.

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                  #9
                  Morgen KD und Hama, dass eine ist Filme machen und das andere ansehen und beurteilen. Filmkritiker können zu 99,9% keine Filme drehen, schneiden, graden und vertonen. Müssen sie auch nicht, Sie bewerten Ergebnisse ob diese nun stimmig sind oder nicht ist ne andere Frage.Mir hat der Film bis auf den Einbruch gar nicht gefallen ohne dabei noch weiter genauer darauf einzugehen. Was aber viel wichtiger ist das sie Spaß daran gehabt haben und wie sagt man so schön, Eier gehabt haben ihn zu präsentieren. es gehört in jedem Fall eine ganze Menge dazu soetwas umzusetzen vom Buch zum Drehbuch, Licht , Kamera Ton, und so vieles mehr..Wer sich mit lowbudget und independent Film etwas schlau machen will schaut mal bei Steffen Hacker rein..Material ohne Ende und das muss nicht immer 4k sein,. Kino spielt sich im Kopf ab..http://hackermovies.com/filme/alle/beste

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                    #10
                    Filmkritiker können zu 99,9% keine Filme drehen, schneiden, graden und vertonen.
                    Das bezieht sich dann ja wohl auf mich. Danke für das "Kompliment". Damit kann ich gut leben, zumal die Abnehmer meiner Filme immer sehr zufrieden sind.

                    Gruß
                    KDS

                    Ergänzung:
                    Spaß und Eier seien ihnen ja von Herzen gegönnt. Aber es handelt sich doch nicht um eine Truppe jugendlicher Anfänger, sonder um "engagierte Amateure" und "pensionierte Profis". Und die treten doch bestimmt mit einem gewissen Anspruch an ihr Werk heran, zumal sie es ja auch auf Filmfestivals einreichen. Da ist man doch schon um ein bestimmtes Niveau bemüht. Und, wie ich schon sagte, es handelt sich um mehrere Personen. Viele Augen sehen mehr als zwei, daher sollten Fehler und Unstimmigkeiten schon eher auffallen als bei einem Einzelkämpfer (wie ich es bin). Oder verderben zu viele Köche doch den Brei?
                    Zuletzt geändert von K.-D. Schmidt; 18.05.2015, 12:15.

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                      #11
                      Hallo kds, dass haben sie missinterpretiert .. Ich sehe das ebenso und werde auch mit offenem Mund zurückgelassen nach der Begutachtung des Filmes da ich ja unmittelbar davor den Beitrag mit der Ankündigung und der Beschreibung durchgelesen habe. Der Filmende der Profi ist liefert passendes Material und bewertet selbstredend mit dem passenden scharfen Auge, Filmkritiker eben nicht da sie nur das Ergebnis begutachten aber nicht den Weg dort hin. Sprich ich hätte mir vom Film viel mehr erwartet durch die Ankündigung.

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                        #12
                        Einer der Unterschiede zu den "Profis" ist sicher auch die klare Aufgabenteilung: Einer ist für das Bild zuständig - das muss nicht der Mensch an der Kamera sein - der setzt das nur technisch um. Das Drehbuch muss stimmen um sichere Abläufe zu bekommen.
                        Und eine/r führt die Regie damit die "Schauspielerei" stimmig ist. Und nicht zu vergessen: das "Script Girl/Boy" dokumentiert welche takes wie gemacht werden um unter anderem Anschlussfehler zu vermeiden. Und am Ende der Cutter der das ganze in Reihe bringt und der Mensch für den Ton nicht zu vergessen.
                        Bei allen Fehlern im Film: es ist ein gutes Lehrstück wie man sich selber verbessern kann.
                        Und: es gibt mehr No bis Low Budget Produktionen in SH
                        man lernt nie aus...:good:

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                          #13
                          So ist es Walter und wenn man sich die Filme auf SH ansieht könnten viele etwas davon lernen;)

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                            #14
                            Zitat von K.-D. Schmidt Beitrag anzeigen
                            Das Telefonat mit der Polizei: Die Mutter nennt nicht mal Namen und Adresse, aber die Polizei kennt das Haus (na ja, vielleicht hat der Dorfsheriff die Mutter an der Stimme erkannt).
                            Was war eigentlich am nächsten Tag? Wurde die Polizei wieder "ausgeladen", weil die Fahrräder wieder zurückgebracht wurden?
                            Das habe ich mich allerdings auch gefragt ...


                            Zitat von K.-D. Schmidt Beitrag anzeigen
                            ... Laut Artikel in VAD wurde der Film auf diversen Filmfestivals eingereicht. Von einem Preis ist allerdings nicht die Rede.
                            Hab' ich dann wohl überlesen ... aber auch hier würde ich sagen: Es kommt auf das Festival an ... :struggle:

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