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VA-News - Diskussion: Medien archivieren - wie geht´s richtig

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    VA-News - Diskussion: Medien archivieren - wie geht´s richtig

    Die Produktion der neuen VIDEOAKTIV 02/2014 läuft bereits und wir planen für diese Ausgabe unter anderem einen Ratgeber zum Thema „Filmarchivierung“. Dort beleuchten wir die heute gängigsten Speichermedien und erörtern ihre Tauglichkeit als Langzeitarchiv. Dabei interessiert uns auch Ihre Meinung, wofür wir ein kurzes Video zum Thema erstellt haben und zur Diskussion bitten.
    Speichermedien gibt’s im digitalen Zeitalter ...

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    #2
    Lustige Diskussion, wenn man bedenkt dass so ein Band auf Dauer regelrecht verfault, d.h. man muss es bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und Temperatur lagern sonst verliert es auf Dauer sichtbar an Bandbreite.

    Siehe auch:

    http://www.uni-muenster.de/Forum-Bes...g/weisser.html

    Ansonsten alles möglichst doppelt und dreifach abspeichern, ich hab meine Sachen auf mehr als einer Platte, DVDs und Blu Ray, denn Ausfälle gibts immer. DVD-RAM galt noch als sehr sicher, ist aber zumindest als Massenspeicher nicht mehr ganz zeitgemäß.

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      #3
      Bin zwar auch noch aus der Generation der Band-Gruftis aber seit 2004 auf Festplatten umgestiegen. D.h. die Daten werden dort gespiegelt (per dirSync) und dann noch eine Kopie die im Banksafe liegt - diese kommt alle 2 Monate mal raus. Die jeweiligen Platten werden immer wieder mal erneuert (z.B. wenn älter als 6 Jahre). Kommt halt darauf an, wieviel Material jährlich so dazu kommt. Aber Festplatten werden ja auch immer Voluminöser und kosten nicht die Welt. Diese Vorgehensweise hat mir in all den Jahren noch keinen Verlust beschert - auch wenn meine Hütte mal abbrennen sollte

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        #4
        So läuft es bei mir: https://dl.dropboxusercontent.com/u/...rchivieren.pdf

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          #5
          Nichts hält ewig, doch insgesamt gesehen habe ich bei Bändern noch das beste Gefühl. Ich filme erst seit dem Jahr 2001 und seitdem ist mir jedenfalls noch kein Band ausgefallen, während in der gleichen Zeit einige Festplatten und DVDs, ja sogar speziell auf Langlebigkeit gezüchtete Archiv-CDs, unbrauchbar geworden sind. In der Praxis sprechen heute dennoch zwei Dinge gegen eine Bandarchivierung für Otto Normalverbraucher: Zum einen nimmt man kaum noch auf Kassetten auf, so dass die einfache, schnelle und billige Archivierung auf diese Weise vorbei ist. Man müsste also das auf Speicherkarten gedrehte Material erst relativ umständlich und teuer auf LTO oder ähnliches überspielen. Langfristig kommt als zweites die Frage des Abspielgeräts hinzu. Noch herrscht zwar kein Mangel an Playern für alles von DV bis HDCAM, aber in 20 Jahren mag das schon anders aussehen. Das beste Band nutzt bekanntlich wenig, wenn man es nicht wiedergeben kann.
          Wenn ich Bedarf und Budget hätte, dann würde ich heute am ehesten auf die XDCAM-Disk als Archivmedium setzen, bei noch höheren Ansprüchen auf das "Optical Disc Archive"-System. Realistisch sinnvoll ist aber auch bei mir nur der übliche Mix aus verschiedenen Festplatten, teilweise ergänzt durch Daten-DVD. Mir kommt allerdings zugute, dass ich kaum jemals eine alte Aufnahme wieder brauche bzw. sie ohnehin beim Kunden, sprich einer Produktionsfirma, gespeichert wird, und ich deshalb etwas weniger über Archivierung nachdenken muss.
          Das Thema ist übrigens ein hochspannendes weit über den Videobereich hinaus. Mit der Konzentration auf digitale Kommunikation, Wissensspeicherung im Internet und die zunehmend aufziehenden Clouds bangen manche Historiker schon jetzt für ihre Kollegen der fernen (?) Zukunft: Welche Informationen über das 21. Jahrhundert werden erhalten bleiben? Höhlenmalereien, in Stein gemeißelte oder auf Papyrus geschriebene Botschaften, auch die Bücher des Mittelalters, zeugen selbst Hunderte und Tausende von Jahren später noch von vergangenen Kulturen, doch unserer Zeit droht bereits das digitale Vergessen. Zum Glück gibt's Videoaktiv noch als gedrucktes Heft

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            #6
            2-3 Festplatten und alles ist schön

            Auch Fernsehanstalten sind hier im ständigen Kampf gegen die Technik. Das ZDF beschäftigte meines Wissens fünf Mitarbeiter, welche in zwei Schichten am Tag, fünf Tage die Woche, nur damit beschäftigt waren etwa 72.000 Programmstunden (also ~ 8,2 Jahre durchgehendes TV-Material) von 1“ B-Bändern auf Panasonic DVCPRO50 Bänder zu kopieren. Dieses Mamut-Projekt startete im Jahr 2002 und wurde etwa 2007, nach 5 Jahren Dauer-Kopieren, abgeschlossen. Damals freute man sich noch, dass in 20-30 Jahren – wenn die Bänder wieder auf neue Medien „gerettet“ werden müssen - Kopien mit "doppelter Bandgeschwindigkeit" möglich sein würden.

            Im Grunde sind DVD und Blu-ray nur optimal für die Weitergabe von Filmen. Man kann diese in ein Kuvert stecken und rund um den Erdball versenden, selbst wenn man Verwandte/Bekannte in Australien hat. Ich halte diese Medien aber nicht geeignet für die Langzeit Archivierung. Hier hätte man das gleiche Problem wie der ZDF damals, nur in kleiner Form. Viele hier haben vermutlich schon alte VHS und SVHS Bänder neu digitalisiert und auf DVD gebrannt. Die ersten dieser >10 Jahre alten Scheiben werden bald Ausfallserscheinungen zeigen und sollten auf die nächste Generation der Datensicherung gerettet werden. Und hier ist nicht der Nachfolger Blu-ray gemeint – sondern gleich die Sicherung auf große Festplatten.

            Aktuelle Modelle mit 2000 GByte sind schon seit einigen Jahren im Handel und haben sich durch konsequente Weiterentwicklung bewährt (>2TB sind oft bei unterschiedlichen Systemen inkompatibel). Festplatten sind schnell und bieten die Speicherkapazität von 80 Standard Blu-ray Rohlingen oder ~465 DVDs. Damit eignen sie sich optimal für große Videofilm Sammlungen. Natürlich ist auch eine Festplatte nicht vor einem Ausfall/Defekt gefeit. Hier gibt es aber wesentlich schnellere Kopiermöglichkeiten, als wenn man alle 10 Jahre >400 DVDs 1:1 kopieren müsste. Diese Lösung findet sich zum Beispiel in Form einer sogenannten „Clone+Docking Station“. Das Risiko, dass zwei Festplatten zur gleichen Zeit den Geist aufgeben, ist eigentlich schon Minimal - und bei drei Platten kaum noch relevant.

            Zum Vergleich: die 72.000 Programmstunden, welche das ZDF damals ~5 Jahre lang mit 5 Mann von Band zu Band überspielt hat, wären von Festplatten zu Festplatten mit fünf Clone-Stationen in 19 Tagen kopiert gewesen.
            :good:

            Lg,
            Michael Huebmer
            :film:Videoschnitt - ganz einfach... mit Bogart für Windows :good:

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              #7
              ..... ein immer aktuelles Thema zu allen Zeiten seit es Video gibt.
              Ich mache mir keinen Kopf mehr darüber, alle meine Bandtypen, wohl gut gelagert, sehen immer noch gut aus, und sind auch auf DVDs gespeichert.

              Wenn ich von meiner zu erwartenden Lebenserwartung ausgehe, ohne Erben, landet sowieso alles in der Tonne.
              Schon jetzt hat an meinen historischen einmaligen Aufnahmen niemand interesse.
              Gruß, Gerd.

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                #8
                Ich habe erst vor kurzem meine VHS-Aufnahmen ab dem Oktober 1985(!) und danach die S-VHS-C-Kassetten (ab Juli 1990) auf zwei Festplatten kopiert. Selbst 28 Jahre hat die Qualität der Aufnahmen nicht oder kaum geschadet. Natürlich wurden die Kassetten stehend und bis jetzt bei "Wohnzimmer-Klima" gelagert. Zum Abspielen habe ich mir einen S-VHS-Rekorder (Blaupunkt RTV-950 HIFI) "gerettet". Nun sind die DV-Kassetten (ab August 1998) an der Reihe.

                Welches andere Medium hält so lange?

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                  #9
                  @Slaty ...... genau so, Problem liegt auch an ganz anderer Stelle, den Abspielgeräten.
                  Ich habe noch von Panasonic, Sony, und JVC, teure Geräte, von 5 Geräten haben sich 3 kaputt gestanden.
                  Somit ist meine Sorge eher die Geräte am Leben zu erhalten. Zum Glück habe ich von allen Aufnahmen auch noch Fotos und Dias.

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                    #10
                    Seit 1990 mache ich Videos und mir ist bis jetzt noch kein Band "verfault". Wenn man gute Markenbänder nimmt, diese richtig lagert, halten sie noch viele weitere Jahrzehnte.

                    Aktuell sichere ich meine Filme doppelt auf zwei Festplatten und spiele sie auf HDV Master-Tapes raus, das Equipment habe ich ja noch...
                    Aber da das Magnetband irgendwann von den Herstellern nicht mehr unterstützt wird, halte ich immer wieder Ausschau nach neuen Lösungen.

                    Für die Langzeitarchivierung am besten geeignet müsste die XDCAM Optical-Disk sein,
                    das entspricht der Blu-Ray Disc in einem sicheren Cardridge Gehäuse,
                    aber 10000 Euro für den Rekorder ist mir momentan zu viel Kohle.

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                      #11
                      Das Speicherproblem wird uns immer unter den Nägeln brennen. Selbst wenn die Datenträger viele Jahre überdauern, wer sagt uns, ob es dann noch die dazugehörigen Abspielgeräte gibt? Ich weiß von Leuten, die noch Video 2000 Kassetten haben, aber nirgends mehr ein Abspielgerät auftreiben können. Was nun?
                      Es gibt nur einen Weg, und der heißt: Rechtzeitig auf aktuelle Medien umkopieren. Zum Glück ist heutzutage alles digital - auch die analogen Bänder wurden ja von vielen Leuten digitalisiert - und so hält sich der Kopierverlust in Grenzen, oder ist gar nicht vorhanden.
                      Ich selbst archiviere meine Filme nach Fertigsstellung als Quicktime-Masterkopien und lege dieselben auf drei verschiedenen Festplatten ab. Ebenso die daraus folgenden Konvertierungen, die notwendig sind, daß Mediaplayer die Videos überhaupt abspielen können.
                      Die Festplatten werden regelmäßig in Betrieb genommen, sodaß ich gleich feststellen kann, wenn eine muckst. Aber auch Quicktime bietet keine Garantie dafür, daß es dieses Format "ewig" geben wird.
                      Leider ist es so, daß das einzige Speichermedium, das die Zeiten überdauert, Papier ist. Aber leider völlig ungeeignet ist für die Videoarchivierung.
                      @olmedia: Auch für die optical Disk wird es keine Garantie für andauernde Lagerfähigkeit geben. Auch hier wird es mal an den Abspielgeräten scheitern. So gesehen brauchst es Dich überhaupt nicht ärgern, daß Du Dir so ein Teil um 10.000.-€ nicht leisten willst.
                      Mit einem Wort: Irgendwann werden wir damit leben müssen, daß unsere Videos die Zeiten nicht überdauern werden. Schon allein aus dem Faktum heraus, weil wahrscheinlich niemand nach uns Interesse daran hat, die rechtzeitigen Umkopierungen vorzunehmen.
                      Ob es Institutionen gibt, die solche Videos als Zeitdokumente sammeln, weiß ich nicht.
                      Also filmt weiter und erfreut Euch an den filmischen Erinnerungen und lebt im "Jetzt".
                      Hannes

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                        #12
                        Ich rendere ein fertig geschnittenen Videos in der Qualität der ursprünglichen Aufnahme. Heute ist das AVCHD 50p.
                        Damit stünde bei einem Systemwechsel, sei es wegen der sich ändernder Hardware oder Software, immer eine Masterdatei zur Verfügung.
                        Diese Masterdatei wird auf 3 Festplatten, eine im PC eingebaut und zwei externe 2.5 Zoll WD MyPassport mit jeweil 2GB, verteilt.
                        Von dem Mastervideo kann ich dann die notwendigen Abspielformate erstellen.

                        Die Festplattenlaufwerke überprüfe ich von Zeit zu Zeit mit Hilfe des PC-Betriebssystems.

                        Eine der Festplatten wird immer außer Haus aufbewahrt.

                        Meine weiteren Überlegungen:

                        Sollten Festplatten durch andere Massendatenträger ersetzt werden, darf der Zeitraum nicht überschritten werden, in dem die Möglichkeit besteht beide Datenträger an einen PC anzuschließen um von der Festplatte auf den neuen Datenträger zu überspielen.

                        Sollte irgend wann ausschließlich Abspielsoftware für andere Codecs zur Verfügung stehen, hoffe ich auf eine Möglichkeit der Umcodierung von AVCHD auf das neue Format. Sicherlich mit Qualitätsverlust.

                        Das Speichern in einer Cloud kommt für mich als Datensicherung nicht in Frage. Dort wären meine Daten nicht besser geschützt als am eigenen PC, zudem würde ein Datentransfer sehr lange dauern.

                        Ciao

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                          #13
                          Du machst das ziemlich gleich wie ich, und ich kann Dir nur Recht geben.

                          Zitat von Hobbyradler Beitrag anzeigen
                          Eine der Festplatten wird immer außer Haus aufbewahrt.
                          Ja, so ähnlich mache ich das auch, transferiere aber meine Daten und Filme zusätzlich noch auf einen Server in meinem Nähe. Die Cloud kann mir auch gestohlen bleiben. Ich habe die Daten lieber unter meiner Kontrolle.
                          Hannes

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