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AVCHD oder Mp4?

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    AVCHD oder Mp4?

    Hallo,
    ich habe einen Panasonic HC-V777 Camcorder, mit dem ich laienhaft Videos aufnehme. Lesen kann man oft, dass Aufnahmen im AVCHD Format besser wären, als Aufnahmen in MP4.

    Nun zu meiner Frage.
    Mein Camcorder nimmt AVCHD 1080/50p mit 28 Mbit/s und MP4 1080/50p mit 28 Mbit/s oder 50 Mbits/s auf.
    Stimmt die Aussage, dass bei beiden Aufnahmen in 28 Mbit/s die AVCHD-Aufnahme besser sein wird.
    Kann es sein, dass die MP4 50Mbit/s Vorteile gegenüber AVCHD 28 Mbit/s hat?

    Wäre nett, eine aufklärende Antwort zu erhalten.


    Gruß
    Jupp
    Zuletzt geändert von Joachim Sauer; 25.04.2016, 11:23.
    Der Klügere gibt nach, wer immer nah gibt ist am Ende der Dumme.

    #2
    Zitat von guterrat Beitrag anzeigen
    Stimmt die Aussage, dass bei beiden Aufnahmen in 28 Mbit/s die AVCHD-Aufnahme besser sein wird.
    Eine gute Frage! Vom technischen Standpunkt her ist AVCHD nichts anderes als eine speziell definierte Form von MPEG4, so dass wirklich interessant wäre, wie sich die beiden Einstellungen unterscheiden. Oder sind's nur zwei Etiketten für denselben Inhalt?

    Zitat von guterrat Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass die MP4 50Mbit/s Vorteile gegenüber AVCHD 28 Mbit/s hat?
    Auf dem Papier hat eine fast doppelt so hohe Datenrate auf jeden Fall einen Qualitätsvorsprung. Ob man den in den Aufnahmen aber auch wiederfindet, hängt vom Einzelfall, sprich dem Motiv ab, nicht zuletzt auch deshalb, weil üblicherweise variable Datenraten genutzt werden und die angegebene Zahl nur die mögliche Obergrenze angibt. Tatsächlich erfolgt die Aufnahme meist sowieso mit einer geringeren Datenrate. Je kleinteiliger und/oder bewegter eine Szene ist, desto eher sollte man einen Unterschied sehen können.

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      #3
      Hallo Bernd,
      danke für deine hilfreiche Antwort. Dann werde ich mal
      mit 50 Mbit aufnehmen, wenn dies auch nur die Obergrenze
      bedeutet, ist aber dann ja höher als Obergrenze 28 Mbit.

      Werde mal einen Versuch starten, auch wenn ich schon jetzt
      glaube, dass ich keinen Unterschied sehen werde. Ich tue
      mich eher schwer mit der Beurteilung von kleine Bildunterschieden.


      Danke u. Gruß
      Jupp
      Der Klügere gibt nach, wer immer nah gibt ist am Ende der Dumme.

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        #4
        Hallo Jupp,

        Bernd hat ja schon geschrieben, dass sich beide Formate sehr ähnlich sind, da sie mit h264/ MPEG-4 codiert werden. Allerdings gestattet AVCHD wohl nur eine Bitrate von max. 28 Mbit/s. Mehr sieht der Standard nicht vor. Außerdem wurde der AVCHD Standard von Panasonic u. Sony entwickelt, so dass andere Hersteller, welche AVCHD in ihre Produkte integrieren wollen Lizenzgebühren zahlen müssen.

        Bernd hat schon recht, pauschal könnte man sagen: je höher die Bitrate, um so geringer die Kompression u. damit sollte eine bessere Bildqualität erreicht werden". Soweit die Theorie, in de Praxis hängt es auch davon ab, wie gut die Hersteller dies in ihre Geräte integrieren. Eine hohe Bitrate allein sorgt noch nicht für eine tolle Qualität.

        In der Videoaktiv 06-2014 Oktober/November S.51 wurde das Thema näher beleuchtet. Da wurde AVCHD mit XAVS-s verglichen. Beide Formate unterscheiden sich in den Kompressionsartefakten. Das Fazit war, für die Nachbearbeitung sorgt die höhere Bitrate für eine bessere Flexibilität.

        Ich persönlich nutze immer die höchste Bitrate, welche meine Geräte zur Verfügung stellen. Vor allem bei kleinen bewegten Details kann ich eine Verbesserung erkennen (meine Meinung). Aber ich filme mit UHD, ob das auch für FHD gilt kann ich nicht sagen.

        VG

        Kommentar


          #5
          Hallo Driver,
          danke für deine Erläuterungen. Werde mal einen Test machen, um
          zu sehen, ob ich einen Unterschied feststelle.

          Danke und Gruß
          Jupp
          Der Klügere gibt nach, wer immer nah gibt ist am Ende der Dumme.

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            #6
            Am ehesten sieht man Unterschiede, wenn man stark nachbearbeitet, z. B. nachträglich die Helligkeit hochzieht oder einen total falschen Weißabgleich korrigiert. Das liegt an der Art und Weise, wie die verlustbehafteten Kompressoren arbeiten: Es werden vorzugsweise dort Daten eingespart, wo sie dem Auge nicht auffallen. Wenn man nun durch starke Nachbearbeitung solche Details, die normalerweise unsichtbar wären, hervorholt oder verdeutlicht, werden auch die dort befindlichen Kompressionsfehler stärker sichtbar.

            Solange man nicht oder nur geringfügig an Farben und Kontrasten dreht, ist es eher unwahrscheinlich, dass ein normaler Betrachter den Unterschied bemerkt - selbst mit Direktvergleich.

            Ob der Unterschied zwischen 28 und 50 Mbps jemals so groß ist, dass man ihn ohne Direktvergleich sehen würde, wage ich zu bezweifeln; das müssten schon sehr spezielle Motive sein, die den Kompressor gänzlich überfordern (z. B. superscharfe Macrooaufname von hunderten Ameisen, die sich in verschiedene Richtungen bewegen).
            Alles Andere, was man an der Kamera so einstellen kann (und sei es nur eine minimale Korrektur der Blende oder des Weißabgleichs) hat mehr sichtbaren Einfluss aufs Ergebnis als der Unterschied zwischen 28 und 50 Mbps.

            Mein Tipp: Wenn es um anspruchsvolle Aufnahmen geht, wo man sich für alle Fälle auch das letzte Quäntchen Bearbeitungsreserve erhalten will, nimmt man natürlich - neben Beachtung vieler anderer Aspekte, die für die Qualität wichtig sind - die vollen 50 Mbps. Für alles Andere (normale Urlaubsvideos, Familienvideos etc. ohne intensive Nachbearbeitung) reichen 28 Mbps locker. Man muss seine Speicherkarten doch nicht ohne Not mit Datenmüll zukleistern. ;)

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              #7
              Hallo "beiti",
              danke für deine hilfreiche Antwort. Deine Ausführungen sind sehr interessant.
              Ich habe verschiedene Aufnahme-Formate kurz aufgenommen, allerdings
              keinen Unterschied feststellen können. Dachte schon, das liegt an meinem
              ungeschulten Augen oder dem mangelnden Bildschirm.
              Da ich sowie so eher wenig nachbearbeite, außer schneiden, dürfte für mich
              ja die 28 Mbit das richtige Format sein.

              Danke und Gruß
              Jupp
              Der Klügere gibt nach, wer immer nah gibt ist am Ende der Dumme.

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                #8
                Wenn Du es trotzdem noch weiter testen willst, nur zum Spaß:
                Warte einen hellen, sonnigen Tag ab und stell die Kamera auf eine kurze Belichtungszeit (z. B. 1/1000) zur Vermeidung von Bewegungsunschärfe. Dann suchst Du Dir ein möglichst formatfüllendes, detailreiches, feingliedriges Motiv und bewegst Dich flott mit der Kamera auf dieses Motiv zu. Damit vereinst Du mehrere Sachen, die dem Kompressor Schwierigkeiten machen: Es gibt bereits im Einzelbild viele scharfe Details (also wenig, was sich unmerklich zu Farbflächen vereinfachen lässt) und im Vergleich mehrerer Frames Bewegungen in mehrere Richtungen und mit gleichzeitiger Größenänderung (also keine einfachen Bewegungen, die man mit simplen Bewegungsvektoren erfassen und dann frameübergreifend nutzen könnte). Wenn man das auf die Spitze treibt, kriegt man selbst bei 50 Mbps noch Kompressionsartefakte - und bei 28 Mbps werden es halt noch ein paar mehr (immer vorausgesetzt, man weiß, wonach man bei der Analyse suchen muss - nachträgliches Aufsteilen des Kontrastes macht die Fehler noch deutlicher, falls man sie zunächst nicht sieht).

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                  #9
                  Prima, dass werde ich bei passender Gelegenheit aus Neugier einmal probieren.
                  Danke für die ausführliche Anleitung.

                  Gruß
                  Jupp
                  Der Klügere gibt nach, wer immer nah gibt ist am Ende der Dumme.

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                    #10
                    Hallo,

                    dieselbe Eingangsfrage hätte auch von mir kommen können, deshalb bin ich auf das Ergebnis so gespannt.
                    LG
                    kai
                    Mein Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/user/Nordbiene/

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                      #11
                      Entscheidend ist aber auch was nach dem Schnitt rauskommt. Gutes Ausgangsmaterial ist schon mal eine gute Vorraussetzung.
                      Allerdings müssen auch alle Komponenten danach (Schnittprogramm, Rechner und letztendlich das Abspielgerät) mit 50 Mbps zurechtkommen.
                      Gruss, Dietmar

                      Mein YouTube Kanal: wombat1953 (nichts Außergewöhliches)


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