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    #16
    Ein paar Ergänzungen von mir:

    - Mit dem Gain bis max 6 wirst du bei Nachtaufnahmen nicht weit kommen. Bis 20 kann (und muss) man schon gehen, wenn man nicht nur Lichtpunkte von einer Stadt bei Nacht sehen will. Einfach ausprobieren, ab wann das Bild zu stark rauscht, auch hier gilt: rausgehen und üben, üben, üben...

    - Manueller Fokus: hier empfehle ich die Anschaffung eines Follow Focus für leichtere, bequemere und vor allem zitterfreie Aufnahmen. Ich verwende einen preiswerten wie diesen hier: http://www.enjoyyourcamera.com/Video...fID=factfinder

    - im ersten Post habe ich das böse Wort "zoomen" gelesen... Das Zoomen ist leider für viele Hobbyfilmer eine sehr beliebte Spielerei, man erkennt daran sofort ein typisches Anfängervideo. Ich sage nur: Finger weg von der Zoomwippe! In Spielfilmen kann man den Zoom als Stilmittel mal verwenden, ansonsten ist er kaum zu gebrauchen. Was dagegen gut funktioniert (nur kaum von Amateuren genutzt) ist das "Aufziehen". Man zoomt an einen interessanten Bildauschnitt nah heran (erst dann drückt man REC) und zoomt dann heraus, so dass der Zuschauer einen Eindruck von der gesamten Szenerie erhält. Damit kann man Spannung und Neugier erzeugen, wenn man erst nach dem Aufziehen erkennt, in welchem (meist unerwarteten) Zusammenhang der Bildausschnitt zu seiner Umgebung steht. Hier ist das "Auge" des Kameramanns gefragt, interessante Details zu entdecken und diese herauszuarbeiten. Da hilft dann auch kein Buch und kein Beherrschen der Technik mehr, das "Auge", vulgo Talent für die wirklich sehenswerten Details, Formen, Symmetrien und Perspektiven muss man selbst mitbringen. So wie manche eben malen oder zeichnen können, andere nicht. Oder zumindest weniger gut.

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      #17
      Bringt dieser Follow-Focus wirklich etwas? Letztlich ist auch hier die Hand noch an der Kamera und überträgt damit ein gewisses Zittern. Bisher hatte ich mit Follow-Focus-Systemen nur dann echten Erfolg, wenn sie einzig über Kabel mit dem Objektiv verbunden waren.

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        #18
        Natürlich ist ein elektronischer Follow Focus die eleganteste Methode, aber meiner Erfahrung nach zittert nichts mehr (stabiles Stativ vorausgesetzt), wenn man nur minimal mit der Fingerspitze den Focus nachführt, deutlich besser, als mit der ganzen Hand dran herumzuschrauben, das wackelt eigentlich immer (manche schaffen es sogar noch, die Spitze ihres kleinen Fingers ins Bild zu bringen). Aber zugegeben: Für meine Sony habe ich mir jetzt auch einen kabelgebundenen Controller gekauft.

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          #19
          Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
          Hast du inzwischen weitere oder vertiefte Erfahrungen, die du mit mir zu teilen bereit wärst?
          Hallo Roman, ich habe zwischenzeitlich keine neuen Projekte laufen - außer regelmäßige Aufnahmen meiner Enkel zur Dokumentation ihrer Entwicklung. Da ist mit manuell nix zu machen bei der Turbulenz. Da kommt es auf schnelle Reaktionen an um besondere Momente festzuhalten.
          Bin aber in Vorbereitung einer neuen Dokumentation über Heilkräuter. Dazu habe ich mir einen Slider zugelegt um etwas Leben in die ansonsten statischen Aufnahmen der Pflanzen zu bringen. Erste Erfahrungen zeigen auch hier: Funktioniert richtig nur mit manuellen Einstellungen. Im übrigen gilt auch für die Slider-Geschichte: Üben, üben, üben. Das langsame, gleichmäßige Fahren kommt nicht automatisch!

          Zitat von Jensli
          ... im ersten Post habe ich das böse Wort "zoomen" gelesen... Das Zoomen ist leider für viele Hobbyfilmer eine sehr beliebte Spielerei, man erkennt daran sofort ein typisches Anfängervideo.
          Kommt halt darauf an, wie man die Zoomfahrt einsetzt. Wenn, wie in meinem Beispiel genannt, von der Band in der Totalen auf den gerade beginnenden Solisten in Nahaufnahme gefahren wird ist das ein sehr schöner Effekt. Natürlich kann das auch mit hartem Schnitt bei Multikamera-Aufnahmen gemacht werden.
          Ansonsten gebe ich dir bezüglich Zoomen recht: Weniger ist mehr!

          Zitat von Jensli
          ... hier empfehle ich die Anschaffung eines Follow Focus für leichtere, bequemere und vor allem zitterfreie Aufnahmen.
          Keine schlechte Idee! Hatte ich vor ca. 40 Jahren schon an meiner Braun Nizo Super 8 - hat gut funktioniert. Würde sicher auch auf den Ring (Fokus/Zoom) der HF G30 passen. Sind deine Erfahrung damit positiv?

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            #20
            Zitat von kowi Beitrag anzeigen
            Natürlich kann das auch mit hartem Schnitt bei Multikamera-Aufnahmen gemacht werden.
            Ansonsten gebe ich dir bezüglich Zoomen recht: Weniger ist mehr!
            Kommt auch auf die Länge der Zoomfahrt und das Tempo an. Wenn es ganz sachte und gefühlvoll (passend zu ruhiger Musik) und nur wenig ist, kann es sehr stimmungsvoll wirken, aber leider sieht man meist ruppige, gewaltige Zoomfahrten, da vergeht einem alles...
            Zitat von kowi Beitrag anzeigen
            Keine schlechte Idee! Hatte ich vor ca. 40 Jahren schon an meiner Braun Nizo Super 8 - hat gut funktioniert. Würde sicher auch auf den Ring (Fokus/Zoom) der HF G30 passen. Sind deine Erfahrung damit positiv?

            Ich habe ja die (fast) baugleiche Canon HF G25 und da funktioniert es wunderbar.

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              #21
              Ich habe mich inzwischen bis etwa Seite 80 des ausführlichen PDF-Handbuchs vorgearbeitet. Im Vordergrund stehen derzeit bei mir folgende ungeklärte Fragen:
              1. Gibt es - abgesehen vom Canon SM-V1 und DM-100 - externe Mikrofone, die bekanntermassen mit diesem Camcorder gut harmonieren? Ich habe ein Mikrofon von JVC, das meines Erachtens funktionieren müsste. Tut es aber nicht. Wahrscheinlich weil es von der Kamera mit Energie gespiesen werden müsste. Kann das sein; es hat nur einen 3,5 mm Klinken-Stecker?
              2. Welche Erfahrungen und Empfehlungen liegen zu den drei denkbaren Autofokus-Modi vor: Instanst-AF, Medium-AF oder Normal? Ich meine mal gelesen zu haben, dass "Takitano" im Videotreffpunkt den Instant-AF meidet und der normale Fokus lahm sei. So bliebe denn "Medium"?
              3. Gibt es Erfahrungswerte zur Güte der Gesichtserkennung/-verfolgung? Darf man sie guten Gewissens aktiviert lassen?
              4. Am schwersten tue ich mich mit der Kombination der Aufnahmeprogramme mit der Bedienung des Wahlrads: Mir ist noch nicht abschliessend klar, welche Eingriffsmöglichkeit über das Wahlrad bei welchem Aufnahmeprogramm zur Verfügung steht. Gibt es Empfehlungen zum passenden Aufnahmeprogramm für Standardsituationen: "P", "Tv", "Av" oder "M"?
                • "M" scheint mir für den Normalfall zu aufwändig und die Blende möchte ich nicht fixiert haben.
                • So blieben "P" (Blende und Verschluss automatisch) und "Av" (Blende automatisch, Verschluss fix), jeweils mit festgelegtem maximalem Gain.
                Was sind eure Erfahrungen?
              5. Und was gilt für den automatischen ND-Filter: besser an oder aus?

              Wenige erste Erkenntnisse meinerseits:
              1. Offensichtlich darf man den Weissabgleich nicht der Automatik überlassen: Das wurde schon mehrfach geschrieben und deckt sich mit meinen ersten Beobachtungen. Ich habe deshalb eine Taste mit dem Weissabgleich belegt.
              2. Eine weitere Taste habe ich mit der Gegenlichtkorrektur belegt.
              3. Es ist inzwischen schon die Firmware 1.0.4.0 verfügbar. Ich habe (ab 1.0.1.0) noch nicht aktualisiert, werde das aber bald tun.
              4. Der Bildstabilisator arbeitet hervorragend. Für mich - von der JVC GZ-HD7 kommend - ist das schon fast ein "Kulturschock". Ich darf künftig wohl doch ab und zu das Stativ wieder zu Hause lassen. Dasselbe gilt für die Lowlight-Fähigkeit: Kein Vergleich zur zugegebenermassen heillos veralteten GZ-HD7E.
              5. Als Aufnahmemodus arbeite ich wohl vorerst in AVCHD 28 mbps 50p LPCM. Möglicherweise gehe ich später zurück auf 25p.
              Zuletzt geändert von iko9; 07.05.2014, 08:45.

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                #22
                Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                Ich habe mich inzwischen bis etwa Seite 80 des ausführlichen PDF-Handbuchs vorgearbeitet. Im Vordergrund stehen derzeit bei mir folgende ungeklärte Fragen:
                1. Gibt es - abgesehen vom Canon SM-V1 und DM-100 - externe Mikrofone, die bekanntermassen mit diesem Camcorder gut harmonieren? Ich habe ein Mikrofon von JVC, das meines Erachtens funktionieren müsste. Tut es aber nicht. Wahrscheinlich weil es von der Kamera mit Energie gespiesen werden müsste. Kann das sein; es hat nur einen 3,5 mm Klinken-Stecker?
                2. Welche Erfahrungen und Empfehlungen liegen zu den drei denkbaren Autofokus-Modi vor: Instanst-AF, Medium-AF oder Normal? Ich meine mal gelesen zu haben, dass "Takitano" im Videotreffpunkt den Instant-AF meidet und der normale Fokus lahm sei. So bliebe denn "Medium"?
                3. Gibt es Erfahrungswerte zur Güte der Gesichtserkennung/-verfolgung? Darf man sie guten Gewissens aktiviert lassen?
                4. Am schwersten tue ich mich mit der Kombination der Aufnahmeprogramme mit der Bedienung des Wahlrads: Mir ist noch nicht abschliessend klar, welche Eingriffsmöglichkeit über das Wahlrad bei welchem Aufnahmeprogramm zur Verfügung steht. Gibt es Empfehlungen zum passenden Aufnahmeprogramm für Standardsituationen: "P", "Tv", "Av" oder "M"?
                  • "M" scheint mir für den Normalfall zu aufwändig und die Blende möchte ich nicht fixiert haben.
                  • So blieben "P" (Blende und Verschluss automatisch) und "Av" (Blende automatisch, Verschluss fix), jeweils mit festgelegtem maximalem Gain.
                  Was sind eure Erfahrungen?
                5. Und was gilt für den automatischen ND-Filter: besser an oder aus?

                Wenige erste Erkenntnisse meinerseits:
                1. Offensichtlich darf man den Weissabgleich nicht der Automatik überlassen: Das wurde schon mehrfach geschrieben und deckt sich mit meinen ersten Beobachtungen. Ich habe deshalb eine Taste mit dem Weissabgleich belegt.
                2. Eine weitere Taste habe ich mit der Gegenlichtkorrektur belegt.
                3. Es ist inzwischen schon die Firmware 1.0.4.0 verfügbar. Ich habe (ab 1.0.1.0) noch nicht aktualisiert, werde das aber bald tun.
                4. Der Bildstabilisator arbeitet hervorragend. Für mich - von der JVC GZ-HD7 kommend - ist das schon fast ein "Kulturschock". Ich darf künftig wohl doch ab und zu das Stativ wieder zu Hause lassen. Dasselbe gilt für die Lowlight-Fähigkeit: Kein Vergleich zur zugegebenermassen heillos veralteten GZ-HD7E.
                5. Als Aufnahmemodus arbeite ich wohl vorerst in AVCHD 28 mbps 50p LPCM. Möglicherweise gehe ich später zurück auf 25p.
                Uff so viele Fragen auf einmal...falls du zufällig in Frankfurt/M. wohnst, komme ich mal bei dir vorbei und wir machen ein Seminar "Filmen mit der Canon HF G25-30" das wäre einfacher...
                So schwer ist das eigentlich gar nicht. Aber erstmal zum Mikro. "Harmonieren" muss ein Mikro nicht, es muss nur eine eigene Stromversorgung haben, sich also um ein Kondensatormikrofon handeln, denn die Canons verfügen über keine Phantomspeisung. Von Rode (benutze ich auch) gibt es da sehr gute, die werden intern über eine 9V Batterie gespeist. Angeschlossen werden diese mit einem XLR-Stecker, man benötigt dazu also einen Adapter auf 3,5mm Klinke. Gibt's alles günstig bei amazon - keine Hexerei.
                Wenn überhaupt Autofocus (ich kenne niemanden, der irgendwelche Automatiken benutzt, außer es muss ganz schnell gehen, denn deshalb kauft man ja einen Canon der Legria HF G-Serie, weil der so geniale manuelle Eingriffsmöglichkeiten hat), dann benutze ich den Instant AF. Wobei man hier eh die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Der Normale AF pumpt zwar weniger, dafür muss man länger mit Unschärfemomenten rechnen, im Instant-Modus ist es umgekehrt. Wähle dein Übel also selbst.
                Gesichtserkennung? Sorry, da kann ich dir nicht helfen, das sind so Marketing-Elektronik-Kinkerlitzchen, die kein ambitionierter Filmer je nutzt. Auch Aufnahmeprogramme zählen dazu, wird nie genutzt. Mein Wahlrad ist permanent mit 1.Blende 2.Verschlusszeit 3. Gain belegt, weil das die drei wichtigsten Faktoren (neben Fokus) für einen Kameramann sind.
                Schön, wenn dir der Bildstabilisator Freude macht, ein gutes Stativ macht deinen Zuschauern noch mehr Freude - garantiert!
                Warum möchtest du von 50 fps auf 25 fps wechseln? Bei 25 fps darfst du keine schnellen Bewegungen oder Schwenks machen, weil alles zu ruckeln beginnt. Weshalb willst du also von den fortschrittlicheren 50 fsp downsizen?

                Kommentar


                  #23
                  Zu deinen Fragen:
                  1. Externes Mikro nutze ich nicht - für z.B. Konzertaufnahmen nutze ich ein Tascam DR-40 mit 2 zusätzlichen Mikros (Rode NT5)
                  2. Ich fahre grundsätzlich mit Instant-AF
                  3. Gesichtserkennung abgeschaltet, so ein Schmarrn brauch ich nicht
                  4. Ich fahre im "P"-Modus mit festgelegtem Gain (+6). AF (Taste 1) nutze ich zum Scharfstellen und schalte dann auf M um - quasi ein "Push AF"
                  5. ND-Filter sind bei mir eingeschaltet.

                  Zu deinen Erkenntnissen:
                  1/2. Weissabgleich liegt bei mir auf Taste 3, Taste 4 Mikrofonpegel - ansonsten Standard.
                  3. Ich habe die Firmware-Version 1.0.3.0 und fahre damit ohne Probleme - die 1.0.4.0 bringt für mich nichts notwendiges
                  4. Bildstabi ist wirklich gut, ansonsten nutze ich Mercalli 2.0
                  5. Aufnahmemodus nur AVCHD 28 Mb/s, 50p, LPCM

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                    #24
                    Vielen Dank euch beiden.

                    [Das Mikrofon] muss nur eine eigene Stromversorgung haben, sich also um ein Kondensatormikrofon handeln,
                    Phantomstrom kenne ich nur im Zusammenhang mit XLR-Steckern. Mein JVC-Mikrofon hat weder eine eigene Stromversorgung noch einen XLR-Stecker, sondern Klinkenstecker (3,5 mm). Mit der Canon funktioniert es über den MIC-Eingang trotzdem nicht. Kann es also sein, dass das Mikrofon über den Klinkenstecker mit Strom gespiesen wird?

                    Von Rode (benutze ich auch) gibt es da sehr gute, die werden intern über eine 9V Batterie gespeist. [...] man benötigt dazu also einen Adapter auf 3,5mm Klinke.
                    Ich habe mehrere Mikrofone von Rode und auch XLR-Klinken-Kupplungen. Nur liefert mein Rode NTG-2 nicht gleich gute Qualität mit der 9V-Batterie im Vergleich zum kameragespiesenen Phantomstrom-Betrieb.

                    Wenn überhaupt Autofocus (ich kenne niemanden, der irgendwelche Automatiken benutzt, außer es muss ganz schnell gehen, denn deshalb kauft man ja einen Canon der Legria HF G-Serie, weil der so geniale manuelle Eingriffsmöglichkeiten hat), dann benutze ich den Instant AF.
                    Dann kennst du jetzt schon zwei, die ihn nutzen: Kowi und mich. :) Mit den EB-Schulterkameras mache ich das natürlich auch manuell (geht ja gar nicht automatisch). Da bin ich mit der linken Hand aber ohnehin am Fokus (auch um die Kamera zu stützen/führen) und bei solchen Objektiven/Kameragrössen lässt sich die Schärfe auch komfortabel einstellen. Bei kleinen Handycams stelle ich deine Einschätzung hingegen infrage und behaupte, dass 99 % der Aufnahmen mit Autofokus gedreht werden. Nur schon, weil das manuelle Scharfstellen selbst mit Camcordern wie der G30 mit dem Endlosfokus und wegen der Kameragrösse fummelig bleibt. Kommt hinzu, dass es zumindest bei mir in der Regel schnell gehen muss, wenn ich mit der Handycam drehe: Eine Handycam setze ich kaum ein für szenisches Arbeiten, wo alles in Ruhe geplant, koordiniert, geübt und kontrolliert werden kann. Klar: Die manuelle Einflussmöglichkeit war auch bei mir ein Kaufkriterium. Dennoch werde ich sie zu 90 % für Jobs einsetzen, wo es schnell gehen muss. Und um schnell zu fokussieren, dafür ist eine Handycam bestimmt nicht geeignet. Für alles andere setze ich eine Schulterkamera in EB-Kameragrösse ein.

                    Der Normale AF pumpt zwar weniger, dafür muss man länger mit Unschärfemomenten rechnen, im Instant-Modus ist es umgekehrt. Wähle dein Übel also selbst.
                    Okay. Dann wähle ich vorerst die goldene Mittel mit "Medium".

                    Gesichtserkennung? Sorry, da kann ich dir nicht helfen, das sind so Marketing-Elektronik-Kinkerlitzchen, die kein ambitionierter Filmer je nutzt.
                    Das dachte ich auch. Als ich aber sah, wie die Canon damit arbeitet, staunte ich nicht schlecht (und ich bin durchaus ein Ambitionierter). Ich sehe hier die unerwartete Chance, den Nachteil des pumpenden AF reduzieren zu können, weil für die Kamera eindeutiger ist, worauf sie zu fokussieren hat. Ich werde das mal erproben.

                    Auch Aufnahmeprogramme zählen dazu, wird nie genutzt.
                    Wie oben zur Schärf dargelegt: Für dich mag diese Aussage zutreffen. Für die Mehrzahl der Handycam-Nutzer bezweifle ich das. Aber: jeder wie er mag.

                    Schön, wenn dir der Bildstabilisator Freude macht, ein gutes Stativ macht deinen Zuschauern noch mehr Freude - garantiert!
                    Darüber sind wir uns einig. Wenn du aber mit dem Fahrrad neun Tage unterwegs bist und das gesamte Reisegepäck mitzuschleppen hast, dann bist du noch so froh, wenn du auf das Stativ verzichten kannst. Bisher hatte ich immer ein Stativ dabei, weil die GZ-HD7 schlicht überhaupt nicht stabilisert hatte. :sweat:

                    Warum möchtest du von 50 fps auf 25 fps wechseln? Bei 25 fps darfst du keine schnellen Bewegungen oder Schwenks machen, weil alles zu ruckeln beginnt. Weshalb willst du also von den fortschrittlicheren 50 fsp downsizen?
                    Schnelle Bewegungen/Schwenks mache ich so gut wie nie und sich bewegende Motive nehme ich in diesem Fall selten quer zur Kamera auf. Das Restruckeln hat mich noch nie gestört. Das ist freilich Geschmackssache. Ferner entsprechen 50 fps bei Full HD meines Wissens nach wie vor keiner Norm (z. B. Blu-ray). Oder bin ich da nicht mehr up-to-date?

                    Externes Mikro nutze ich nicht - für z. B. Konzertaufnahmen nutze ich ein Tascam DR-40 mit 2 zusätzlichen Mikros (Rode NT5)
                    Ja. Ein externer Recorder ist tatsächlich eine Alternative und hängt erstnoch nicht am Camcorder-Akku. In solchen Fällen könnte ich meinen Zoom H4n einsetzen. Vorerst verzichte ich demnach auf das nicht gerade günstige Canon-Mikrofon (über EUR 200.--).

                    Gesichtserkennung abgeschaltet, so ein Schmarrn brauch ich nicht
                    Hast du die Gesichtserkennung vorher getestet oder war sie bei dir seit Beginn deaktiviert?

                    Ich fahre im "P"-Modus mit festgelegtem Gain (+6). AF (Taste 1) nutze ich zum Scharfstellen und schalte dann auf M um - quasi ein "Push AF"
                    Etwa so hatte ich mir das auch gedacht. Bei mir ist das Peaking an. Ich meine, so erkenne ich schnell, ob der AF wirklich ins Schwarze getroffen hat und kann bei Bedarf manuell nachjustieren.

                    ND-Filter sind bei mir eingeschaltet.
                    Kommt es dabei nie zu sichtbaren Helligkeitssprüngen, wenn der ND-Filter (de-)aktiviert oder hoch-/runtergestuft wird?

                    Taste 4 Mikrofonpegel
                    Das wäre auch für mich eine Alternative zur Gegenlichtkompensation. Ich werde mal beobachten, was ich öfter nutze.

                    Aufnahmemodus nur AVCHD 28 Mb/s, 50p, LPCM
                    Gut, dann bleibe ich vorläufig auch dabei.

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                      #25
                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Vielen Dank euch beiden.

                      Phantomstrom kenne ich nur im Zusammenhang mit XLR-Steckern. Mein JVC-Mikrofon hat weder eine eigene Stromversorgung noch einen XLR-Stecker, sondern Klinkenstecker (3,5 mm). Mit der Canon funktioniert es über den MIC-Eingang trotzdem nicht. Kann es also sein, dass das Mikrofon über den Klinkenstecker mit Strom gespiesen wird?
                      Nein, ich schrieb doch oben, dass die Canons keine Phantomspeisung besitzen, das war unabhängig vom Stecker gemeint.

                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Ich habe mehrere Mikrofone von Rode und auch XLR-Klinken-Kupplungen. Nur liefert mein Rode NTG-2 nicht gleich gute Qualität mit der 9V-Batterie im Vergleich zum kameragespiesenen Phantomstrom-Betrieb.
                      Dazu kann ich nichts sagen, mein Rode M3 liefert jedenfalls mit 9V phantastische Aufnahmequalität.

                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Bei kleinen Handycams stelle ich deine Einschätzung hingegen infrage und behaupte, dass 99 % der Aufnahmen mit Autofokus gedreht werden. Nur schon, weil das manuelle Scharfstellen selbst mit Camcordern wie der G30 mit dem Endlosfokus und wegen der Kameragrösse fummelig bleibt. Kommt hinzu, dass es zumindest bei mir in der Regel schnell gehen muss, wenn ich mit der Handycam drehe: Eine Handycam setze ich kaum ein für szenisches Arbeiten, wo alles in Ruhe geplant, koordiniert, geübt und kontrolliert werden kann. Klar: Die manuelle Einflussmöglichkeit war auch bei mir ein Kaufkriterium. Dennoch werde ich sie zu 90 % für Jobs einsetzen, wo es schnell gehen muss. Und um schnell zu fokussieren, dafür ist eine Handycam bestimmt nicht geeignet. Für alles andere setze ich eine Schulterkamera in EB-Kameragrösse ein.
                      Dann gehen wir mal zusammen filmen, du wirst staunen, wie ich eine Handycam einsetze. Die wird aufgerigt, auf das Stativ gesetzt, ein Follow-Focus drauf, die Fokusgeschwindigkeit der Kamera wird auf Max. eingestellt und schon wird daraus eine richtig "große" Kamera für ruhiges, szenisches Arbeiten. Muss es schnell gehen, Verschluss vom Stativ öffnen, Rig runter und aus der Hand gefilmt. Ich habe keine Lust, große Henkelmänner auf der Schulter durch die Gegend zu schleppen, ich bin doch nicht von der ARD. :) Was meinst du, wie ich manchmal angestarrt werde, wenn ich mit meinem Equipment drehe, dabei steckt "nur" eine Canon HF G30 oder eine Sony CX 900 dahinter...


                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Darüber sind wir uns einig. Wenn du aber mit dem Fahrrad neun Tage unterwegs bist und das gesamte Reisegepäck mitzuschleppen hast, dann bist du noch so froh, wenn du auf das Stativ verzichten kannst. Bisher hatte ich immer ein Stativ dabei, weil die GZ-HD7 schlicht überhaupt nicht stabilisert hatte. :sweat:
                      Ich habe kein Auto und fahre zu allen Drehorten (in meiner Umgebung) mit dem Rad, deshalb weiß ich genau, wovon ich rede... :)


                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Ferner entsprechen 50 fps bei Full HD meines Wissens nach wie vor keiner Norm (z. B. Blu-ray). Oder bin ich da nicht mehr up-to-date?
                      Doch, da bist du up-to-date. Du musst im Schnittprogramm die Auflösung beim Brennen auf 1080/50i einstellen. Natürlich werden dann zwar auch nur 25 Vollbilder draus, aber du hast immer noch eine bessere Auflösung als mit nativen 25 fps.

                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Etwa so hatte ich mir das auch gedacht. Bei mir ist das Peaking an. Ich meine, so erkenne ich schnell, ob der AF wirklich ins Schwarze getroffen hat und kann bei Bedarf manuell nachjustieren.
                      Das Peaking wird nirgends belegt, da es grundsätzlich eingeschaltet ist, ohne (inkl. Zebra) kann man ja gar nicht gescheit arbeiten.

                      Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                      Kommt es dabei nie zu sichtbaren Helligkeitssprüngen, wenn der ND-Filter (de-)aktiviert oder hoch-/runtergestuft wird?
                      Doch natürlich, deshalb checkt man das vor der Aufnahme. :)
                      Der ND Filter bei der Canon bleibt bei mir ausgeschaltet, denn ich arbeite mit ND-Vorsatzfiltern von Cokin, um die volle Kontrolle zu behalten, denn leider koppelt der Canon die Filterstufen an die Blendenzahl. Das macht zwar auch meistens Sinn, aber ich bleibe lieber ganz unabhängig. Bei meiner neuen Sony habe ich einen internen, manuell zuschaltbaren 3-Stufen ND-Filter, wie sich das gehört.

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                        #26
                        Zitat von Roman Schön Beitrag anzeigen
                        Ich habe ein Mikrofon von JVC, das meines Erachtens funktionieren müsste. Tut es aber nicht. Wahrscheinlich weil es von der Kamera mit Energie gespiesen werden müsste. Kann das sein; es hat nur einen 3,5 mm Klinken-Stecker?
                        Möglich wäre es, denn auch über Miniklinke kann eine Stromversorgung laufen. Das sind dann zwar nicht die 48 Volt einer Phantomspeisung über XLR, aber irgendwas im Bereich von 3 bis 5 Volt. Auch manche Canons liefern diese Spannung, aber falls die G30 es nicht tut und das Mikro darauf angewiesen ist, dann klappt die Verbindung nicht. Wenn du die genaue Bezeichnung des Mikrofons mitteilst, sollte sich das herausfinden lassen.

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                          #27
                          Danke, Bernd, das wars. Für das JVC MZ-V8 gilt gemäss JVC: "Versorgung über Mikrofon-Eingang (Plug in-Power)".

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                            #28
                            In der G30-Anleitung/Seite 80 steht, dass der Anschluss für fast alle Kondensatormikrofone mit eigener Stromversorgung geeignet ist.

                            Sowas könnte helfen...



                            http://www.monacor.de/produkte/buehn...behoer/ema-20/

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                              #29
                              Danke für diesen Tipp!

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                                #30
                                Schon wieder ist mir etwas unklar zur Canon HF G30, diesmal zur Tonsektion:

                                Das PDF-Handbuch erklärt ab Seite 81 die wählbaren "Audioszenen". Egal welchen der hier zur Verfügung stehenden Modi ich wähle (Standard, Musik, Sprache, Wald usw.), wird der Mikrofonpegel auf "manuell" voreingestellt und variert - je nach Audioszene - zwischen 70 bis 86. Zusätzlich ist die Mikrofondämpfung auf Automatik voreingestellt (vgl. Tabelle S. 82). Auf Seite 84 erklärt das Handbuch die automatische Mikrofondämpfung wie folgt (Hervorhebung durch mich):

                                "Der Camcorder aktiviert bei Bedarf automatisch die Mikrofondämpfung des Mikrofons für optimale Audioaufnahmenpegel, so dass hohe Audiopegel nicht verzerrrt werden."

                                Verstehe ich das demnach richtig: Die automatische Mikrofondämpfung nimmt auch bei manueller Tonaussteuerung die Funktion eines Limiters wahr, damit der Ton selbst bei manueller Aussteuerung (innerhalb der dämpfbaren 12 dB) auf keinen Fall übersteuern kann?

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